Osypka Herzzentrum

Beste Medizin für München

Ablations-Therapie

Katheter gestützte Behandlung von Herzrhythmusstörungen

Die Katheter-Ablation ist ein modernes Behandlungsverfahren von Herzrhythmusstörungen. 

Ablationsverfahren – Schwerpunkttherapie am OHZ

Die Ablations-Therapie ist das kathetergestützte Behandlungsverfahren von Herzrhythmusstörungen. Katheter-Ablation werden überwiegend bei Rhythmusstörungen mit schnellem Herzschlag (Tachykardien) angewandt. Ablationen sind aber auch bei Arrhythmien mit sehr vielen Extrasystolen, zu Funktionsstörungen des Herzens führen (Rhythmusgene Kardiomyopathie) möglich. Das Grundprinzip der Ablation ist das Ausschalten eines krankhaften elektrischen Focus oder einer zusätzlichen Leitungsbahn. Die Ablations-Behandlung kommt dann zum Einsatz, wenn sich die Rhythmusstörungen nicht durch Medikamente behandeln lässt oder die Dauer-Medikation der Arrhythmie starke Nebenwirkungen verursacht. Nach Durchführung der Ablations-Therapie ist der Patient häufig geheilt. Für anspruchsvolle Behandlungsverfahren stehen heute modernste technische Untersuchungs-und Therapie-Systeme zur Verfügung. Eine wichtige technische Grundlage ist hierbei das elektro-anatomische Mapping. 

Beste Herzdiagnostik für München ist unser täglicher Anspruch

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Video Elektro-anatomisches Mapping: Darstellung der Ausbreitung der elektrischen Ströme im Herzen

Welche Ablations-Verfahren gibt es und wo werden sie angewendet?

Heute stehen verschiedene Ablationsverfahren für die Verödungs-Therapie von Herzrhythmusstörungen zur Verfügung. Die Radiofrequenz-Ablation (RF-Ablation) gehört zu den etabliertesten Verfahren und geht auf den Namens-Patron unseres Hauses, Prof. Dr. Peter Osypka, zurück. Neben RF-Strom kommen Kälte (Kryoablation), LASER-Energie und Hitze zum Einsatz. Auf dieser Seite erklären wir die wichtigsten Ablations-Verfahren und erläutern Vor- und Nachteile für die jeweilige Grunderkrankung.

Ablations-Therapie: Was, wann, warum?

Elektro-Anatomisches Mapping

Das sog. Mapping ist eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Ablations-Therapie. Beim Mapping wird die anatomische Information aus einem Bildgebungssystem (z.B. CT oder MRT) mit elektrischen Signalen eines Spezialkatheters kombiniert. Der “Mapping”-Katheter tastet dabei die elektrischen Ströme im Herzen sehr exakt ab und kann so den Ursprung und die Ausbreitung von Rhythmusstörungen darstellen. 

Am Peter Osypka Herzzentrum kommt modernste Technik zum Einsatz. Im Rhythmus-Labor kann das Ärzte-Team um Professor Lewalter jetzt auf ein hochauflösendes 3D-mapping System zurückgreifen. “Das Rhythmia System zeigt uns den Ursrpung und die Ausbreitung der Erregung im Vorhof oder in der Herzkammer. So können wir mit sehr schnell den Ursprungsort einer Rhythmusstörung lokalisieren. Das neue Mapping System liefert hierbei so viele Messpunkte, dass wir sehr zielgenau behandeln können”, so Prof. Lewalter. In kurzer Zeit können viele hunderte von Messpunkten die Ausbreitung von Erregungen aufzeichnen. So entsteht ein sehr detailreiches Bild von Ursprung und Ausbreitung der normalen Rhythmus und vorhandener Arrhythmien. “Gerade bei komplexen Rhythmusstörungen hilft dies, die Behandlungszeit und die Strahlenbelastung für den Patienten zu reduzieren”, erläutert Prof. Lewalter. 

Beste Herzdiagnostik für München ist unser täglicher Anspruch

Video Elektro-anatomisches Mapping: Darstellung der Ausbreitung der elektrischen Ströme im Herzen. Ton engl. mit dt. Untertiteln.

Radiofrequenz-Ablation (RF-Ablation)

Durch Erhitzen des Gewebes rund um den Fokus einer Rhythmusstörung wird die Quelle der Arrhythmie beseitigt. Der RF-Katheter erlaubt eine sehr präzise Abgabe von Strom mit 3D-mapping Techniken. Am Beispiel des Vorhofflimmerns soll diese Technik hier erläutert werden.

Das Ziel der Isolation der Lungenvenen wird bei der RF-Ablation durch Abgabe von Hochfrequenz-Strom erreicht. Das Gewebe wird dabei erhitzt, dass in der Folge eine Narbe entsteht. Hierzu werden Katheter über die Vorhofscheidewand (transseptale Punktion) in den linken Vorhof vorgeführt (s. links). Eine erfolgreiche RF-Ablation basiert auf der exakten Kenntnis und Darstellung der Anatomie und elektrischen Aktivität des Vorhofes und der Lungenvenen. Hierzu wird ein 3D-Datensatz des Vorhofes erzeugt. In diesem Datensatz ist die Anatomie des Vorhofes, die Lage der Katheter und in der Folge auch die Position der Abgabe-Orte des RF-Stroms zu erkennen. Dies kann heute in Echtzeit geschehen, so dass sich der Untersucher in diesem Datensatz orientieren und die Katheter bewegen kann.

RF-Ablations geht auf Prof. Peter Osypka zurück

Video Elektro-anatomisches Mapping: Darstellung der Ausbreitung der elektrischen Ströme im Herzen. Ton engl. mit dt. Untertiteln.

Therapie-Erfolg: Einsatz von verschiedenen Katheter-Systemen

Simultan werden über verschidene Kathetersysteme (Lasso-Katheter oder mapping-Katheter) die elektrischen Aktivitäten aus den Lungenvenen vermessen und dargestellt. Auch hier hilft eine technische Neuerung, das 3D-Mapping. Technisch ist die RF-Ablation des Vorhofflimmerns anspruchsvoll, da der einzelne Therapie-Punkt klein ist und für den Erfolg entscheidend ist, dass keine Lücken in den Ablationslinien verbleiben. Solche Lücken können ggf. später zu einem Rezidiv (Rückfall) führen und somit den Therapieerfolg bedrohen. Für die Ablation müssen daher verschiedene Katheter-Systeme über sog. Schleusen (kleine Kunststoff-Ventile) über eine große Vene in der Leiste eingebracht werden. 

Kryo-Ablation (Kälteballon-Ablation)

Durch Vereisung des Gewebes rund um die Lungenvenen wird die Quelle der störenden Impulse elektrisch Isoliert (Lungenvenen-Isolation). Die Kälteballon-Ablation ist in bestimmten Fällen eine Alternative zu anderen Techniken. 

Das Ziel der Diskonnektion der Lungenvenen wird bei der Kryo-Ablation durch die Vereisung des Gewebes um die Lungenvenen erzielt. Das Gewebe wird dabei so stark abgekühlt, dass in der Folge eine Narbe entsteht. Hierzu werden Katheter über die Vorhofscheidewand (transseptale Punktion) in den linken Vorhof vorgeführt (s. links). Unter Rönten-Durchleuchtung kann dann ein Ballon in den Eingang der einzelnen Lungenvenen vorgeführt werden. An der Spitze des Ballons kann über einen Lassokatheter die korrekte Lage sichergestellt werden. Dann wird der Ballon mit einem gasförmigen Kühlmittel gefüllt. Überall dort, wo der Ballonkontakt zum Herzgewebe hat, wird es verödet und verliert somit seine elektrische Aktivität. Die entstehenden Narbenzone isoliert die Lungenvene vom übrigen Vorhof-Myokard. Die kürzlich publizierte FIRE AND ICE Studie belegt geringere Prozedur-Zeit, weniger Strahlenbelastung und kürzere Zeiten der Manipulation in der linken Vorkammer. Verglichen wurde ein älterer Kryo-Ballon, die RF-Technik und ein neuerer Kryo-Ballon in Bezug zum Erfolg der Lungenvenen-Disckonnektion. 

Kryo-Ballon: Ein mit Kältemittel befüllbarer Ballon wird in die Eingänge der Lungenvenen vorgeführt. Dort verödet Kälte den Fokus des Vorhofflimmerns (Quelle: Fa. Medtronic)

LASER-Ballon Ablation

Modernste Technik macht es möglich: Ein Mini-Endoskop in einem Ballon verschafft dem Arzt direkte Sicht auf den Lungenvenen-Eingang. So kann er einen Laser rund um die Pulmonalvenen navigieren und die Venen elektrisch isolieren (Diskonnection). 

Ziel der Diskonnektion der Lungenvenen wird bei der Laser-Ablation durch die Erhitzung des Gewebes um die Lungenvenen mittels eines LASERs erzielt. Das Gewebe wird dabei so stark erhitzt, dass in der Folge eine Narbe entsteht. Hierzu werden Katheter über die Vorhofscheidewand (transseptale Punktion) in den linken Vorhof vorgeführt. Unter Rönten-Durchleuchtung kann dann ein Ballon in den Eingang der einzelnen Lungenvenen vorgeführt werden. Der Ballon wird anschliessend mit einer Flüssigkeit gefüllt. Durch eine Optik im Ballon (Mini-Endoskop) hat der Arzt dann direkte Sicht auf den Eingang der Lungenvenen (s. Abbildung links: Blick durch den Ballon auf die Lungenvenen, die mit Blut gefüllt sind (dunkel in der Mitte). Unter Sicht kann nun ein LASER schrittweise sehr exakt um das Ostium geführt werden (grünes blinkendes Licht links unten). Eine Temperatur-Sonde misst dabei die Temperatur im umgebenden Gewege und soll so verhindern, dass Schäden entstehen. 

Durch die sehr genaue Lagekontrolle und direkte Sicht auf den Eingang der Pulmonalvenen hat dieses Verfahren eine hohe primäre Erfolgsquote. “Erste Studien bei diesem neuen Verfahren deuten an, dass dieses Verfahren den konventionellen Techniken überlegen sein könnte”, so Prof. Lewalter (Chefarzt und Leiter des Ablations-Programms). Welches Verfahren für den einzelnen Patienten optimal ist, lässt sich aber erst in einem ausführlichen Vorgespräch unter Sichtung der Unterlagen zur bisherigen Krankengeschichte und Therapie ermitteln. Weitere Infos hier

LASER-Ballon: Ein mit Kältemittel befüllbarer Ballon wird in die Eingänge der Lungenvenen vorgeführt. Dort verödet Kälte den Fokus des Vorhofflimmerns (Quelle: Fa. Cardiofocus)

Weitere Themen

Wir informieren Sie umfassend über medizinische Themen. Ob Diagnostik oder Therapie - auf unserer Seite finden Sie viele Artikel zu relevanten Themen. So können Sie sich schon vor Ihrem Diagnostik oder Therapie-Termim am OHZ umfassend informieren.

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Unser Team

Unter der Leitung von Chefarzt Prof. Dr. med. Thorsten Lewalter steht Ihnen ein Team international ausgewiesene Experten mit dem Schwerpunkt Herzrhythmusstörungen zur Verfügung. Chefarzt und leitender Arzt Rhytmologie - PD Dr. med. Clemens Jilek - verfügen über die Höchste Qualifizierungsstufe der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK). Die Klinik ist als Weiterbildungsstätte der DGK für den Bereich Herzrhythmusstörungen zertifiziert. 

Für ihre Sicherheit: Diagnostik und Therapie durch zertifizierte Untersucher

Prof. Dr. med. Th. Lewalter

Prof. Dr. med. Th. Lewalter

Chefarzt Kardiologie

Ihr Experte für Herzrhythmusstörungen, interventionelle Kardiologie und Occluderimplantation

♦ Kontakt

PD Dr. med. C. Jilek

PD Dr. med. C. Jilek

Ltd. Arzt Rhythmologie

Ihr Experte für Herzrhythmusstörungen, Schrittmachertherpie und TAVI

♦ Kontakt

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Katheter gestützte Behandlung von Herzrhythmusstörungen

Die Katheter-Ablation ist ein modernes Behandlungsverfahren von Herzrhythmusstörungen. 

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Die Ablations-Therapie ist das kathetergestützte Behandlungsverfahren von Herzrhythmusstörungen. Katheter-Ablation werden überwiegend bei Rhythmusstörungen mit schnellem Herzschlag (Tachykardien) angewandt. Ablationen sind aber auch bei Arrhythmien mit sehr vielen Extrasystolen, zu Funktionsstörungen des Herzens führen (Rhythmusgene Kardiomyopathie) möglich. Das Grundprinzip der Ablation ist das Ausschalten eines krankhaften elektrischen Focus oder einer zusätzlichen Leitungsbahn. Die Ablations-Behandlung kommt dann zum Einsatz, wenn sich die Rhythmusstörungen nicht durch Medikamente behandeln lässt oder die Dauer-Medikation der Arrhythmie starke Nebenwirkungen verursacht. Nach Durchführung der Ablations-Therapie ist der Patient häufig geheilt. Für anspruchsvolle Behandlungsverfahren stehen heute modernste technische Untersuchungs-und Therapie-Systeme zur Verfügung. Eine wichtige technische Grundlage ist hierbei das elektro-anatomische Mapping. 

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Heute stehen verschiedene Ablationsverfahren für die Verödungs-Therapie von Herzrhythmusstörungen zur Verfügung. Die Radiofrequenz-Ablation (RF-Ablation) gehört zu den etabliertesten Verfahren und geht auf den Namens-Patron unseres Hauses, Prof. Dr. Peter Osypka, zurück. Neben RF-Strom kommen Kälte (Kryoablation), LASER-Energie und Hitze zum Einsatz. Auf dieser Seite erklären wir die wichtigsten Ablations-Verfahren und erläutern Vor- und Nachteile für die jeweilige Grunderkrankung.

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Elektro-Anatomisches Mapping

Das sog. Mapping ist eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Ablations-Therapie. Beim Mapping wird die anatomische Information aus einem Bildgebungssystem (z.B. CT oder MRT) mit elektrischen Signalen eines Spezialkatheters kombiniert. Der "Mapping"-Katheter tastet dabei die elektrischen Ströme im Herzen sehr exakt ab und kann so den Ursprung und die Ausbreitung von Rhythmusstörungen darstellen. 

Am Peter Osypka Herzzentrum kommt modernste Technik zum Einsatz. Im Rhythmus-Labor kann das Ärzte-Team um Professor Lewalter jetzt auf ein hochauflösendes 3D-mapping System zurückgreifen. "Das Rhythmia System zeigt uns den Ursrpung und die Ausbreitung der Erregung im Vorhof oder in der Herzkammer. So können wir mit sehr schnell den Ursprungsort einer Rhythmusstörung lokalisieren. Das neue Mapping System liefert hierbei so viele Messpunkte, dass wir sehr zielgenau behandeln können", so Prof. Lewalter. In kurzer Zeit können viele hunderte von Messpunkten die Ausbreitung von Erregungen aufzeichnen. So entsteht ein sehr detailreiches Bild von Ursprung und Ausbreitung der normalen Rhythmus und vorhandener Arrhythmien. "Gerade bei komplexen Rhythmusstörungen hilft dies, die Behandlungszeit und die Strahlenbelastung für den Patienten zu reduzieren", erläutert Prof. Lewalter. 

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Radiofrequenz-Ablation (RF-Ablation)

Durch Erhitzen des Gewebes rund um den Fokus einer Rhythmusstörung wird die Quelle der Arrhythmie beseitigt. Der RF-Katheter erlaubt eine sehr präzise Abgabe von Strom mit 3D-mapping Techniken. Am Beispiel des Vorhofflimmerns soll diese Technik hier erläutert werden.

Das Ziel der Isolation der Lungenvenen wird bei der RF-Ablation durch Abgabe von Hochfrequenz-Strom erreicht. Das Gewebe wird dabei erhitzt, dass in der Folge eine Narbe entsteht. Hierzu werden Katheter über die Vorhofscheidewand (transseptale Punktion) in den linken Vorhof vorgeführt (s. links). Eine erfolgreiche RF-Ablation basiert auf der exakten Kenntnis und Darstellung der Anatomie und elektrischen Aktivität des Vorhofes und der Lungenvenen. Hierzu wird ein 3D-Datensatz des Vorhofes erzeugt. In diesem Datensatz ist die Anatomie des Vorhofes, die Lage der Katheter und in der Folge auch die Position der Abgabe-Orte des RF-Stroms zu erkennen. Dies kann heute in Echtzeit geschehen, so dass sich der Untersucher in diesem Datensatz orientieren und die Katheter bewegen kann.

RF-Ablations geht auf Prof. Peter Osypka zurück

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Therapie-Erfolg: Einsatz von verschiedenen Katheter-Systemen

Simultan werden über verschidene Kathetersysteme (Lasso-Katheter oder mapping-Katheter) die elektrischen Aktivitäten aus den Lungenvenen vermessen und dargestellt. Auch hier hilft eine technische Neuerung, das 3D-Mapping. Technisch ist die RF-Ablation des Vorhofflimmerns anspruchsvoll, da der einzelne Therapie-Punkt klein ist und für den Erfolg entscheidend ist, dass keine Lücken in den Ablationslinien verbleiben. Solche Lücken können ggf. später zu einem Rezidiv (Rückfall) führen und somit den Therapieerfolg bedrohen. Für die Ablation müssen daher verschiedene Katheter-Systeme über sog. Schleusen (kleine Kunststoff-Ventile) über eine große Vene in der Leiste eingebracht werden. 

Kryo-Ablation (Kälteballon-Ablation)

Durch Vereisung des Gewebes rund um die Lungenvenen wird die Quelle der störenden Impulse elektrisch Isoliert (Lungenvenen-Isolation). Die Kälteballon-Ablation ist in bestimmten Fällen eine Alternative zu anderen Techniken. 

Das Ziel der Diskonnektion der Lungenvenen wird bei der Kryo-Ablation durch die Vereisung des Gewebes um die Lungenvenen erzielt. Das Gewebe wird dabei so stark abgekühlt, dass in der Folge eine Narbe entsteht. Hierzu werden Katheter über die Vorhofscheidewand (transseptale Punktion) in den linken Vorhof vorgeführt (s. links). Unter Rönten-Durchleuchtung kann dann ein Ballon in den Eingang der einzelnen Lungenvenen vorgeführt werden. An der Spitze des Ballons kann über einen Lassokatheter die korrekte Lage sichergestellt werden. Dann wird der Ballon mit einem gasförmigen Kühlmittel gefüllt. Überall dort, wo der Ballonkontakt zum Herzgewebe hat, wird es verödet und verliert somit seine elektrische Aktivität. Die entstehenden Narbenzone isoliert die Lungenvene vom übrigen Vorhof-Myokard. Die kürzlich publizierte FIRE AND ICE Studie belegt geringere Prozedur-Zeit, weniger Strahlenbelastung und kürzere Zeiten der Manipulation in der linken Vorkammer. Verglichen wurde ein älterer Kryo-Ballon, die RF-Technik und ein neuerer Kryo-Ballon in Bezug zum Erfolg der Lungenvenen-Disckonnektion. 

Kryo-Ballon: Ein mit Kältemittel befüllbarer Ballon wird in die Eingänge der Lungenvenen vorgeführt. Dort verödet Kälte den Fokus des Vorhofflimmerns (Quelle: Fa. Medtronic)

LASER-Ballon Ablation

Modernste Technik macht es möglich: Ein Mini-Endoskop in einem Ballon verschafft dem Arzt direkte Sicht auf den Lungenvenen-Eingang. So kann er einen Laser rund um die Pulmonalvenen navigieren und die Venen elektrisch isolieren (Diskonnection). 

Ziel der Diskonnektion der Lungenvenen wird bei der Laser-Ablation durch die Erhitzung des Gewebes um die Lungenvenen mittels eines LASERs erzielt. Das Gewebe wird dabei so stark erhitzt, dass in der Folge eine Narbe entsteht. Hierzu werden Katheter über die Vorhofscheidewand (transseptale Punktion) in den linken Vorhof vorgeführt. Unter Rönten-Durchleuchtung kann dann ein Ballon in den Eingang der einzelnen Lungenvenen vorgeführt werden. Der Ballon wird anschliessend mit einer Flüssigkeit gefüllt. Durch eine Optik im Ballon (Mini-Endoskop) hat der Arzt dann direkte Sicht auf den Eingang der Lungenvenen (s. Abbildung links: Blick durch den Ballon auf die Lungenvenen, die mit Blut gefüllt sind (dunkel in der Mitte). Unter Sicht kann nun ein LASER schrittweise sehr exakt um das Ostium geführt werden (grünes blinkendes Licht links unten). Eine Temperatur-Sonde misst dabei die Temperatur im umgebenden Gewege und soll so verhindern, dass Schäden entstehen. 

Durch die sehr genaue Lagekontrolle und direkte Sicht auf den Eingang der Pulmonalvenen hat dieses Verfahren eine hohe primäre Erfolgsquote. "Erste Studien bei diesem neuen Verfahren deuten an, dass dieses Verfahren den konventionellen Techniken überlegen sein könnte", so Prof. Lewalter (Chefarzt und Leiter des Ablations-Programms). Welches Verfahren für den einzelnen Patienten optimal ist, lässt sich aber erst in einem ausführlichen Vorgespräch unter Sichtung der Unterlagen zur bisherigen Krankengeschichte und Therapie ermitteln. Weitere Infos hier

LASER-Ballon: Ein mit Kältemittel befüllbarer Ballon wird in die Eingänge der Lungenvenen vorgeführt. Dort verödet Kälte den Fokus des Vorhofflimmerns (Quelle: Fa. Cardiofocus)

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