Osypka Herzzentrum

Beste Medizin für München

Ursachen, Diagnostik und Therapie der häufigsten anhaltenden Rhythmusstörung

Schneller, unregelmässiger Herzschlag – oft lange unerkannt – kann auf Vorhofflimmern hinweisen

Vorhofflimmern ist die häufigste bedeutsame Rhythmusstörung in Deutschland. Fast 2 Millionen Menschen leiden in Deutschland an dieser Arrhythmie. Viele Patienten bemerken als erstes Symtom einen Leistungsknick mit Müdigkeit, Herzrasen, Luftnot bei unregelmässigem und z.T. schnellen Herzschlag. Anders als beim Kammerflimmern besteht keine akute Lebensgefahr, aber: Das Schlaganfall-Risiko ist unbehandelt stark erhöht. In Deutschland sind mehr als 1 Millionen Menschen betroffen.

Leistungsminderung, Herzrasen und Schlaganfall-Risiko

Was ist Vorhofflimmern?

Die Vorkammern des Herzens sammeln das rückströmende Blut aus dem Körper bzw. Lungenkreislauf. Durch rhythmisches Zusammenziehen der Herzmuskelzellen pumpen die Vorhöfe das Blut in die Hauptkammern. Der Takt-Impuls wird vom sogenannten Sinusknoten vorgegeben. Gerät das Herz aus dem normalen Sinusrhythmus schlagen die Vor- und Hauptkammern nicht mehr koordiniert nacheinander. Die unregelmässigen Kontraktionen der Vorkammern nennt man “Flimmern”. Folge: Unregelmässiger Puls, dem Herzen fehlt die aktive Füllung durch die Vorkammer. 

Gerät das Herz aus dem Takt, schlagen Vor- und Haupkammern nicht mehr koordiniert

EKG: links normaler, regelmässiger Sinusrhythmus, rechts unregelmässiges Vorhofflimmern. 

Welche Ursachen gibt es für Vorhofflimmern?

Viele Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems können zu Vorhofflimmern führen. Allen voran können Bluthochdruck und die Koronare Herzerkrankung diese Arrhythmie verursachen. Herzklappenerkrankungen führen oft zu einer Vergrößerung der Vorkammern und somit auch zum Flimmern. Aber auch Stoffwechselerkrankungen wie z.B. die Schilddrüsenüberfunktion begünstigen diese Herzrhythmusstörung. Auch der übermässige Alkoholkonsum und bestimmte Medikamente können Auslöser sein.

Vor jeder Therapie steht die sorgfältige Diagnostik behandelbarer Ursachen

Zugrunde liegt dem Flimmern meist eine Vergrößerung der Vorkammern mit Einlagerung von Bindegewebe. Dies kann dazu führen, dass sich die Ströme nicht mehr normal ausbreiten können. Hinzu kommen meist durch Umbauvorgänge der Muskulatur der Vorhöfe zusätzliche elektische Impulse Elektrische aus den sog. Lungenvenen. Diese werden auf die Vorkammern übertragen und führen zum Flimmern.

Umbauvorgänge in der Muslulatur der Vorkammern und Impulse aus den Lungenvenen führen zu Vorhofflimmern

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Info-Flyer
Vorhofflimmern: Diagnostik und Therapie am OHZ – München

(Warn-) Symptome und Komplikationen

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unregelmässiger Herzschlag, Herzrasen, Herzklopfen (Palpitationen), z.T. auch langsamer Puls

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unregelmässiger Herzschlag, Herzrasen, Herzklopfen (Palpitationen), z.T. auch langsamer Puls

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eingeschräkte Leistungsfähigkeit, Luftnot, Schwindel, Herzschwäche

s

Gerinnselbildung (Thromben) im Herzen. Folge: Schlaganfall

s

Verschluss von Organarterien mit folgendem Organschaden

Viele Patienten bemerken das Vorhofflimmern erst beim Auftreten einer Komplikation (z.B. Schlaganfall). Daher sollten die Warnsymptome beim Hausarzt oder Kardiologen abgeklärt werden.

Therapieoptionenen bei Vorhofflimmern: Kernkompetenzen am Osypka Herzzentrum München

Am Peter Osypka Herzzentrum steht Ihnen für die Diagnostik und Therapie von Vorhofflimmern ein Team an international renommierten Experten zur Verfügung. Prof. Dr. Thorsten Lewalter gehört zu den führenden Experten im Bereich der Diagnostik und Therapie von Herzrhythmusstörungen. Die Rhythmologie ist ein besonderer Schwerpunkt des Zentrums. Der Namensgeber – Prof. Peter Osypka – ist der Erfinder der modernen Ablationsbehandlung, der Radiofrequenzablation. Das Team um Prof. Lewalter ist an der Weiterentwicklung der Technologie beteiligt und verfügt am Zentrum über ein weites Spektrum neuster Technologie.

Sicherheit durch Kompetenz und etablierte Strukturen

Moderne Rhythmus-Diagnostik

Treten Rhythmusstörungen nur gelegentlich auf, ist die Diagnostik nicht trivial. Komfortable Langzeit-EKG Recorder oder implantierbare loop-recorder helfen bei der Diagnose.

Therapie bei Vorhofflimmern

Medikamentöse Therapie, Verödung der Lungenvenen durch Strom, Hitze, Kälte oder chirurgische Intervention. Am OHZ sind diese Techniken langjährig etabliert.

Schlaganfall verhindern

Blutgerinnsel im Vorhofohr führen zu Schlaganfall und Gefäßverschlüssen. Wir erklären medikamentöse und interventionelle Therpie-Optionen

Herzschwäche bei Vorhofflimmern

Besteht Vorhofflimmern über längere Zeit oder liegt ein schneller Puls vor, kann eine Herzschwäche die Folge sein.

Moderne Rhythmus Diagnostik: Komfort und Präzision

Häufig fällt Vorhofflimmern besonders in Ruhephasen oder in der Nacht auf. Ist das Ruhe-EKG beim Arzt unauffällig, kann die Diagnostik über Langzeit-EKG Aufzeichnungen erfolgen. Wir verwenden digitale EKG Recorder, die bis zu 7 Tagen EKG-Signale aufzeichnen. Der Patient kann Ereignisse selbständig markieren, dadurch wird die Diagnostik zielführende. Unsere Recorder sind klein und komfortabel zu tragen. Bei beruflich aktiven kann auch eine EKG/Pulsuhr zum Einsatz kommen. So kann sehr diskret Rhythmusdiagnostik erfolgen. Auch moderne Smart-Phones oder Smart-Watches können mittlerweile eingesetzt werden, um Vorhofflimmern zu detektieren. 

Wichtig ist bei aller Technik aber auch die tägliche eigene Pulskontrolle

Tritt das Vorhofflimmern seltener auf oder soll eine Therapie überwacht werden, kann ein implantierbarer loop-recorder in Betracht kommen. Diese Mini-EKG Systeme werden wie ein Chip unter die Haut implantiert und können so bis zu 3 Jahre den Rhythmus überwachen. Treten Rhythmusstörungen auf, können diese per Handy-Verbindung an unser Zentrum übertragen werden.

Modernste Technik schafft Sicherheit bei hohem Komfort

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Mehr Info Event-Recorder und Smart-Phone
Rhythmusstörungen im Alltag erkennen und an den Arzt übermitteln

Online-Termin
Rhythmus-Ambulanz

Modernes Langzeit EKG: Technisch leistungsfähig (bis zu 7 Tage Aufzeichnungszeit) sind moderne Systeme heute auch im Alltag kaum sichtbar. 

Wie wird Vorhofflimmern behandelt?

Grundsätzlich gibt es zwei Therapiestrategien: Rhythmuserhalt oder Frequenzregulation. Beim Rhythmuserhalt wird die Bewahrung des normalen Sinusrhythmus angestrebt. Bei jüngeren oder symptomatischen Patienten ist dieser Ansatz meist sinnvoll und führt zu besserer Leistungsfähigkeit. Dies kann medikamentös oder z.B. mittels eines Elektroschocks (Cardioversion) erzielt werden. Mit einem Katheter-Eingriff kann eine sog. Ablationsbehandlung durchgeführt werden, mit der der Rhythmus of dauerhaft erhalten werden kann. 

Alternativ kann eine Frequenzkontrolle sinnvoll sein. Bei älteren, asymptomatischen Patientn kann es ausreichend sein, die Herzfrequenz nach oben zu begrenzen. Treten jedoch neben schnellen Phasen (Tachykardien) auch sehr langsame Phasen auf (Bradykardien) – also ein sog. Brady-Tachy Syndrom – ist dieser Ansatz meist nicht möglich.

Im Rahmen unserer Rhythmus-Sprechstunde klären wir, welcher Therapieansatz für Sie sinnvoll ist

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Medikamentöse Therapie
Info zur medikamentösen Behandlung von Vorhofflimmern

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Cardioversion
Mittels eines Elektroschocks kann der normale Sinusrhythmus wieder hergestellt werden.

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Vorhofflimmer-Ablation
Info zur Ablations-Behandlung von Vorhofflimmern

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Chirurgische-Ablation
Info zur chirurgischen-Behandlung von Vorhofflimmern

Was ist eine Vorhofflimmer-Ablation?

Die den normalen Sinus-Rhythmus störenden Impulse kommen meist aus Gewebe im Bereich der Lungenvenen. Die Verödung dieser Areale wird auch Pulmonalvenenisolation oder Lungenvenendiskonnektion genannt. Das Grundprinzip ist die elektrische Trennung (Isolation) dieser Areale. Nach der Ablation können die störenden Signale nicht mehr auf die Vorkammer übergeleitet werden. Die Vorhofflimmer-Ablation ist ein minimal invasiver Eingriff über die Leistenvene. Zur optimalen Vorbereitung sind zahlreiche diagnostische Test (Herzultraschall, Schluckecho, Langzeit-EKG, Herz-CT oder Herz-MRT) notwendig. Heute stehen für die Katheterablation verschiedene Techniken zur Verfügung. Am Osypka Herzzentrum stehen alle heute relevanten Ablationsverfahren zur Verfügung. Daher können unsere Untersucher das für Sie schonendste und erfolgversprechendste Verfahren auswählen. 

Optimale Vordiagnostik und Technische Ausstattung erlauben gezielte und individualisierte Therapie

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Info-Flyer
Katheter-Ablation bei Vorhofflimmern

Ablations-Verfahren am OHZ

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Radiofrquenz-Ablation
Verödung durch elektischen Strom

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Kryo-Ablation
Verödung durch Kälte (Kryo-Ballon)

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LASER-Ablation
Verödung durch LASER Ballonkather Technik

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Endoskopische-Ablation
Verödung durch elektischen Strom in Endoskop-Technik

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Chirurgische-Ablation
Verödung durch elektischen Strom

Warum kommt es bei Vorhofflimmern gehäuft zu Schlaganfällen ?

Das menschliche Blut ist nicht nur „ein besonderer Saft“ sondern in der Tat eine hochkomplexe Flüssigkeit. Solange es in Bewegung ist, bleibt es flüssig. Bewegt sich das Blut nicht mehr schnell genug, bilden sich zunächst kleinere Aggregate. Bei sehr langsamem Blutfluss oder Stillstand gerinnt das Blut, es entstehen Gerinnsel (Thromben). Beim Vorhofflimmern sind die Vorhöfe meist stark vergrößert, die  die Pumpleistung ist sehr gering. Somit sinken die Flussgeschwindigkeiten im Vorhof, besonders im sog. Vorhofohr.

Das Vorhofohr ist ein Anhängsel der Vorkammer. Bei Flimmern entstehen insbesondere dort Thromben. Solche Blutgerinnsel lassen sich mit Hilfe der Schluckechokardiographie (TEE) gut nachweisen. Besteht längere Zeit Vorhofflimmern (> 48 Stunden) ist das Risiko für die Entstehung von Thromben besonders hoch. Gelangen diese Thromben in den Blutstrom, können sie Gefäßverschlüsse verursachen. Im Gehirn ist dies besonders gefährlich: werden Hirnarterien durch Thromben verstopft, entsteht ein Schlaganfall. 

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Mehr Info zum Thema Schlaganfall-Prävention bei Vorhofflimmern
Neue Gerinnungshemmer, Vorhofohrverschluss und andere Therapieverfahren

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Info-Flyer
Gerinnungshemmer und Vorhofohrverschluss

Thrombenbildung: Durch die fehlende Kontrakton des Vorhofohres kann das Blut dort gerinnen. Lösen sich diese Gerinnsel, kann ein Schlaganfall auftreten.

Sport und Vorhofflimmern – was ist zu beachten? Welche Risiken gibt es?

Regelmässiger Ausdauersport kann vor Vorhofflimmern schützen. Was müssen aber Sportler beachten? Extremer Ausdauersport (Marathon, Skilanglauf) kann das Risiko für Vorhofflimmern erhöhen. Insbesondere dann, wenn schon andere Vorerkrankungen (Bluthochdruck, Koronare Herzerkrankung) bestehen. Daher sollten Sportler über 40 regelmässige Vorsorgeuntersuchungen wahrnehen, um diese Risiken zu minimiern.

Unbehandelter Bluthochdruck oder eine KHK können bei ambitioniertem Ausdauertraining Vorhofflimmern begünstigen.

Warum kommt es bei Vorhofflimmern zu Herzschwäche ?

In der Füllphase des Herzens (Diastole) presst die Vorkammer Blut in die linke Herzkammer und unterstützt somit die Füllung des Herzens. Ca. 20-30 % der Herzleistung basieren auf der aktiven Füllung der Ventrikel (Herzkammern) durch die Vorkammern. Fällt diese wie beim Flimmern weg, kann dies zu erheblichen Leistungseinschränkungen führen. Besonders bei bereits vorbestehender  Störung der diastolischen Funktion ist die Vorhofleistung wichtig. Solche Störungen treten auf bei:

  • Bluthochdruck mit Verdickung (Hypertrophie) des Herzmuskels
  • Herzklappenfehlern (bes. Aortenklappenstenose)
  • Angeborener oder erworbener Verdickung des Herzmuskels (Hypertrophie)
  • Speicherkrankheiten (z.B. Amyolidose)

Neben der Fülleistung ist aber auch die Herzfrequenz bedeutsam für die Aubildung einer Herzschwäche. So kommt es bei anhaltend zu hohen Herzfrequenzen (>100/min) zu einer sog. Tachymyopathie. Eine Tachymyopathie ist eine durch hohe Herzfrequenzen verursachte Herzleistungsschwäche. Auch langsame Herzfrequenzen (Bradykardie) beim Flimmern können die Leistung erheblich beeinträchtigen. Besonders schwer zu behandeln ist das sog. Brady-Tachy-Syndrom, bei dem schnelle und sehr langsame Phasen wechseln.

Besonders gefährdet: Patienten mit KHK oder Klappenfehlern

Langzeitfolge Herzschwäche: Besteht über längere Zeit Vorhofflimmern, kann eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz) entstehen.

Termin-Management und Kontakt

Unser Sekretariat ist täglich von 7.00 bis 18.00 besetzt. Ausserhalb der Öffnungszeiten des Sekretariates können Sie gern eine Nachricht in unserer Sprachbox hinterlassen. Nutzen Sie bitte auch unsere online-Terminverwaltung. Für Notfälle ist unser Zentrum rund um die Uhr besetzt 24/7 – auch am Wochenende. 

Kontakt
Herz-Bildgebung

Online-Termin
Rhythmus-Ambulanz

Unser Team

Mit den Chefärzten der Kardiologie Prof. Dr. med. Thorsten Lewalter und dem Ltd. Arzt Priv.-Doz. Dr. med. Clemens Jilek  stehen zwei international renommierte Rhythmologen am OHZ für die Diagnostik und Therapie von Herzrhythmusstörungen zur Verfügung. Beide Spezialisten verfügen über die Zusatzqualifikation Spezielle Rhytmologie der Dt. Gesellschaft für Kardiologie. Im Rahmen unserer Rhythmus-Sprechstunden beraten wir Sie kompetent im Team. “Eine Besonderheit an unserem Standort ist die übergreifende Expertise in unserem Team. Für alle rhythmologischen Fragestellungen kommen in der Vordiagnostik schon schonende bildgebende Verfahren zum Einsatz. So haben wir vor einer möglichen Prozedur ein klares Bild vom Herzen des Patienten und vermeiden so unnötige invasive Maßnahmen”. (Prof. Lewalter)

Für ihre Sicherheit: Befundung und Therapie durch zertifizierte Untersucher im interdisziplinären Team

Prof. Dr. med. Th. Lewalter

Prof. Dr. med. Th. Lewalter

Chefarzt Kardiologie

Ihr Experte für Herzrhythmusstörungen, interventionelle Kardiologie und Occluderimplantation

♦ Kontakt

PD Dr. med. C. Jilek

PD Dr. med. C. Jilek

Ltd. Arzt Rhythmologie

Ihr Experte für Herzrhythmusstörungen, Schrittmachertherpie und TAVI

♦ Kontakt

FAQ Vorhofflimmern

Die Volkskrankeit Vorhofflimmern betrifft in Deutschland etwa 2 Millionen Patienten. Hier beantworten wir Fragen, die rund um das Thema häufig gestellt werden. Unser Team aus erfahrenen Rhythmologen beantwortet gern auch im Rahmen unsrer Rhythmussprechstunde oder Video-Sprechstunde Ihre Fragen. 

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Wie häufig ist Vorhofflimmern ?

Die Absolute Arrhythmie (Vorhofflimmern) ist die häufigste Herzrhythmusstörung im Erwachsenen Alter. Allein in Deutschland leiden etwa 2 Millionen Menschen an dieser Rhythmusstörung. Besonders in der Gruppe älterer Menschen leidet ein großer Prozentsatz an dauerhaftem (permanentem) oder gelegentlichem (paroxysmalem) Vorhofflimmern.

Bei den 80-jährigen sind etwa 10-15% betroffen. Noch höher ist die Quote in der Gruppe der über 90-jährigen. Schätzungen gehen davon aus, dass sich durch die Zunahme des Altersquerschnittes in unserer Bevölkerung die Zahl der Flimmer-Patienten bis zum Jahr 2050 verdoppeln wird.

Welche Arten von Vorhofflimmern gibt es ?

Erstmalige Feststellung Häufig ist Vorhofflimmern eine Zufalls-Diagnose. Dann ist die Dauer der Arrhythmie nicht bekannt, so dass keine Einstufung in die nachstehenden Gruppen getroffen werden kann. Diese Einteilung ist auch unabhängig von begleitenden Symptomen.
Paroxysmales Vorhofflimmern Das Selbstlimitierende oder Paroxysmale Vorhofflimmern betrifft Flimmer-Episoden mit einer Dauer von in der Regel weniger als 48 Stunden. Dies ist für die Einstufung wichtig, da die Wahrscheinlichkeit, dass sich Blutgerinnsel im Herzen gebildet haben nach 48 Stunden relevant erhöht. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Flimmer-Episode nach 48 Stunden selbst terminiert gering. Paroxysmale Flimmer-Episoden können auch längere Zeit -bis zu 7 Tage- andauern. Bei solchen Episoden muss eine Antikoagulationstherapie erwogen werden.
Persistierendes Vorhofflimmern Unter Persistierendem Vorhofflimmern versteht man Episoden mit einer Dauer über 7 Tage oder Episoden, die eine Kardioversion erfordern, um das Ereignis zu beenden.
Lang anhaltend persistierendes Flimmern Bei diesem Typ besteht das Vorhofflimmern mindestens 1 Jahr. Bei diesen Patienten wurde die therapeutische Entscheidung zur Rhythmuskontrolle getroffen. Häufig gingen bereits zahlreiche Kardioversionen voraus.
Permanentes Vorhofflimmern Dauerhaftes Vorhofflimmern, bei dem keine therapeutischen Versuche zur Konversion in einen normalen Sinusrhythmus mehr erfolgen (von Arzt und Patient akzeptiert).

Welche Therapie ist besser: Medikamentöse Therapie oder Ablation ?

Pauschal kann man diese Frage so nicht beantworten. Vielmehr ist die Symptomatik, das Alter des Patienten, die Dauer des Vorhofflimmerns und auch anatomische Gegebenheiten (z.B. Größe der Vorkammer) entscheidend. Bei jüngeren, hoch symptomatischen Patienten kann eine primäre Ablationstherapie sinnvoll sein. Besteht bereits langjährig Vorhofflimmern und keine relevanten Beschwerden, wird man eher zu einer medikamentösen Behandlung raten. Zu diesem Thema gibt es mittlerweile größere klinische Studien, in denen die unterschiedlichen Fallkonstellationen gut untersucht wurden.

Unser Rhythmusteam beantwortet Ihre Fragen hierzu gerne.

Kann man Vohrofflimmern Dauerhaft heilen ?

Eine Ablationstherapie oder auch medikamentöse Behandlungsansätze können langjährig, oft sogar lebenslang, den stabilen Sinusrhythmis erhalten. Häufig kommt es nach Jahren der Beschwerdefreiheit jedoch zu einem Rezidiv. Dann muss ggf. – bestehen weiterhin Symptome – eine weitere Ablationsbehandlung erfolgen.

Darf ich bei Vorhofflimmern Sport treiben ?

Eine generelle Belastungsstufe oder Herzfrequenz, die für alle Patienten gilt, gibt es natürlich nicht. Ihr Kardiologe oder Sportmediziner kann Ihnen aber nach einem Leistungs-Check unter Berücksichtigung sonstiger Erkrankungen oder Risikofaktoren, Empfehlungen für Trainingsart, Dauer und maximale bzw. optimale Herzfrequenz geben. Wichtig für sportlich aktive ist auch eine angepasste Medikation. Gerade bei Patienten mit Bluthochdruck ist eine angepasste, moderne Medikation wichtig. Ein reinmedikamentöser Therapieansatz (Frequenzbegrenzung) ist bei Sportlern häufig nicht erfolgversprechend. Patienten, die unter dem Vorhofflimmern symptomatisch werden oder bei Belastungen (hier Sport) keine adäquate Leistungssteigerung mehr erzielen können, ist eine Ablations-Behandlung eine sinnvolle Therapie-Alternative.

Warum tritt oft Vorhofflattern nach Vorhofflimmern auf ?

Beide Rhythusstörungen können Ausdruck einer strukturellen Schädigung des Vorhofmuskels sein. Diese Gewebeveränderungen können zu unterschiedlicher Leitungsgeschwindigkeit von elektrischem Strom führen. Grundsätzlich liegen den beiden Rhythmusstörungen aber unterschiedliche Mechanismen zugrunde. Daher kann nach einer erfolgreich durchgeführen Flimmerablation im Verlauf noch eine Flatterablation notwendig werden. 

Osypka Herzzentrum

Beste Medizin für München

Ursachen, Diagnostik und Therapie der häufigsten anhaltenden Rhythmusstörung

Schneller, unregelmässiger Herzschlag - oft lange unerkannt - kann auf Vorhofflimmern hinweisen

Vorhofflimmern ist die häufigste bedeutsame Rhythmusstörung in Deutschland. Fast 2 Millionen Menschen leiden in Deutschland an dieser Arrhythmie. Viele Patienten bemerken als erstes Symtom einen Leistungsknick mit Müdigkeit, Herzrasen, Luftnot bei unregelmässigem und z.T. schnellen Herzschlag. Anders als beim Kammerflimmern besteht keine akute Lebensgefahr, aber: Das Schlaganfall-Risiko ist unbehandelt stark erhöht. In Deutschland sind mehr als 1 Millionen Menschen betroffen.

Leistungsminderung, Herzrasen und Schlaganfall-Risiko

Was ist Vorhofflimmern?

Die Vorkammern des Herzens sammeln das rückströmende Blut aus dem Körper bzw. Lungenkreislauf. Durch rhythmisches Zusammenziehen der Herzmuskelzellen pumpen die Vorhöfe das Blut in die Hauptkammern. Der Takt-Impuls wird vom sogenannten Sinusknoten vorgegeben. Gerät das Herz aus dem normalen Sinusrhythmus schlagen die Vor- und Hauptkammern nicht mehr koordiniert nacheinander. Die unregelmässigen Kontraktionen der Vorkammern nennt man "Flimmern". Folge: Unregelmässiger Puls, dem Herzen fehlt die aktive Füllung durch die Vorkammer. 

Gerät das Herz aus dem Takt, schlagen Vor- und Haupkammern nicht mehr koordiniert

EKG: links normaler, regelmässiger Sinusrhythmus, rechts unregelmässiges Vorhofflimmern. 

Welche Ursachen gibt es für Vorhofflimmern?

Viele Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems können zu Vorhofflimmern führen. Allen voran können Bluthochdruck und die Koronare Herzerkrankung diese Arrhythmie verursachen. Herzklappenerkrankungen führen oft zu einer Vergrößerung der Vorkammern und somit auch zum Flimmern. Aber auch Stoffwechselerkrankungen wie z.B. die Schilddrüsenüberfunktion begünstigen diese Herzrhythmusstörung. Auch der übermässige Alkoholkonsum und bestimmte Medikamente können Auslöser sein.

Vor jeder Therapie steht die sorgfältige Diagnostik behandelbarer Ursachen

Zugrunde liegt dem Flimmern meist eine Vergrößerung der Vorkammern mit Einlagerung von Bindegewebe. Dies kann dazu führen, dass sich die Ströme nicht mehr normal ausbreiten können. Hinzu kommen meist durch Umbauvorgänge der Muskulatur der Vorhöfe zusätzliche elektische Impulse Elektrische aus den sog. Lungenvenen. Diese werden auf die Vorkammern übertragen und führen zum Flimmern.

Umbauvorgänge in der Muslulatur der Vorkammern und Impulse aus den Lungenvenen führen zu Vorhofflimmern

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Vorhofflimmern: Diagnostik und Therapie am OHZ - München

(Warn-) Symptome und Komplikationen

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unregelmässiger Herzschlag, Herzrasen, Herzklopfen (Palpitationen), z.T. auch langsamer Puls

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unregelmässiger Herzschlag, Herzrasen, Herzklopfen (Palpitationen), z.T. auch langsamer Puls

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eingeschräkte Leistungsfähigkeit, Luftnot, Schwindel, Herzschwäche

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Gerinnselbildung (Thromben) im Herzen. Folge: Schlaganfall

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Verschluss von Organarterien mit folgendem Organschaden

Viele Patienten bemerken das Vorhofflimmern erst beim Auftreten einer Komplikation (z.B. Schlaganfall). Daher sollten die Warnsymptome beim Hausarzt oder Kardiologen abgeklärt werden.

Therapieoptionenen bei Vorhofflimmern: Kernkompetenzen am Osypka Herzzentrum München

Am Peter Osypka Herzzentrum steht Ihnen für die Diagnostik und Therapie von Vorhofflimmern ein Team an international renommierten Experten zur Verfügung. Prof. Dr. Thorsten Lewalter gehört zu den führenden Experten im Bereich der Diagnostik und Therapie von Herzrhythmusstörungen. Die Rhythmologie ist ein besonderer Schwerpunkt des Zentrums. Der Namensgeber - Prof. Peter Osypka - ist der Erfinder der modernen Ablationsbehandlung, der Radiofrequenzablation. Das Team um Prof. Lewalter ist an der Weiterentwicklung der Technologie beteiligt und verfügt am Zentrum über ein weites Spektrum neuster Technologie.

Sicherheit durch Kompetenz und etablierte Strukturen

Moderne Rhythmus-Diagnostik

Treten Rhythmusstörungen nur gelegentlich auf, ist die Diagnostik nicht trivial. Komfortable Langzeit-EKG Recorder oder implantierbare loop-recorder helfen bei der Diagnose.

Therapie bei Vorhofflimmern

Medikamentöse Therapie, Verödung der Lungenvenen durch Strom, Hitze, Kälte oder chirurgische Intervention. Am OHZ sind diese Techniken langjährig etabliert.

Schlaganfall verhindern

Blutgerinnsel im Vorhofohr führen zu Schlaganfall und Gefäßverschlüssen. Wir erklären medikamentöse und interventionelle Therpie-Optionen

Herzschwäche bei Vorhofflimmern

Besteht Vorhofflimmern über längere Zeit oder liegt ein schneller Puls vor, kann eine Herzschwäche die Folge sein.

Moderne Rhythmus Diagnostik: Komfort und Präzision

Häufig fällt Vorhofflimmern besonders in Ruhephasen oder in der Nacht auf. Ist das Ruhe-EKG beim Arzt unauffällig, kann die Diagnostik über Langzeit-EKG Aufzeichnungen erfolgen. Wir verwenden digitale EKG Recorder, die bis zu 7 Tagen EKG-Signale aufzeichnen. Der Patient kann Ereignisse selbständig markieren, dadurch wird die Diagnostik zielführende. Unsere Recorder sind klein und komfortabel zu tragen. Bei beruflich aktiven kann auch eine EKG/Pulsuhr zum Einsatz kommen. So kann sehr diskret Rhythmusdiagnostik erfolgen. Auch moderne Smart-Phones oder Smart-Watches können mittlerweile eingesetzt werden, um Vorhofflimmern zu detektieren. 

Wichtig ist bei aller Technik aber auch die tägliche eigene Pulskontrolle

Tritt das Vorhofflimmern seltener auf oder soll eine Therapie überwacht werden, kann ein implantierbarer loop-recorder in Betracht kommen. Diese Mini-EKG Systeme werden wie ein Chip unter die Haut implantiert und können so bis zu 3 Jahre den Rhythmus überwachen. Treten Rhythmusstörungen auf, können diese per Handy-Verbindung an unser Zentrum übertragen werden.

Modernste Technik schafft Sicherheit bei hohem Komfort

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Rhythmusstörungen im Alltag erkennen und an den Arzt übermitteln

Online-Termin
Rhythmus-Ambulanz

Modernes Langzeit EKG: Technisch leistungsfähig (bis zu 7 Tage Aufzeichnungszeit) sind moderne Systeme heute auch im Alltag kaum sichtbar. 

Wie wird Vorhofflimmern behandelt?

Grundsätzlich gibt es zwei Therapiestrategien: Rhythmuserhalt oder Frequenzregulation. Beim Rhythmuserhalt wird die Bewahrung des normalen Sinusrhythmus angestrebt. Bei jüngeren oder symptomatischen Patienten ist dieser Ansatz meist sinnvoll und führt zu besserer Leistungsfähigkeit. Dies kann medikamentös oder z.B. mittels eines Elektroschocks (Cardioversion) erzielt werden. Mit einem Katheter-Eingriff kann eine sog. Ablationsbehandlung durchgeführt werden, mit der der Rhythmus of dauerhaft erhalten werden kann. 

Alternativ kann eine Frequenzkontrolle sinnvoll sein. Bei älteren, asymptomatischen Patientn kann es ausreichend sein, die Herzfrequenz nach oben zu begrenzen. Treten jedoch neben schnellen Phasen (Tachykardien) auch sehr langsame Phasen auf (Bradykardien) - also ein sog. Brady-Tachy Syndrom - ist dieser Ansatz meist nicht möglich.

Im Rahmen unserer Rhythmus-Sprechstunde klären wir, welcher Therapieansatz für Sie sinnvoll ist

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Medikamentöse Therapie
Info zur medikamentösen Behandlung von Vorhofflimmern

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Cardioversion
Mittels eines Elektroschocks kann der normale Sinusrhythmus wieder hergestellt werden.

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Vorhofflimmer-Ablation
Info zur Ablations-Behandlung von Vorhofflimmern

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Chirurgische-Ablation
Info zur chirurgischen-Behandlung von Vorhofflimmern

Was ist eine Vorhofflimmer-Ablation?

Die den normalen Sinus-Rhythmus störenden Impulse kommen meist aus Gewebe im Bereich der Lungenvenen. Die Verödung dieser Areale wird auch Pulmonalvenenisolation oder Lungenvenendiskonnektion genannt. Das Grundprinzip ist die elektrische Trennung (Isolation) dieser Areale. Nach der Ablation können die störenden Signale nicht mehr auf die Vorkammer übergeleitet werden. Die Vorhofflimmer-Ablation ist ein minimal invasiver Eingriff über die Leistenvene. Zur optimalen Vorbereitung sind zahlreiche diagnostische Test (Herzultraschall, Schluckecho, Langzeit-EKG, Herz-CT oder Herz-MRT) notwendig. Heute stehen für die Katheterablation verschiedene Techniken zur Verfügung. Am Osypka Herzzentrum stehen alle heute relevanten Ablationsverfahren zur Verfügung. Daher können unsere Untersucher das für Sie schonendste und erfolgversprechendste Verfahren auswählen. 

Optimale Vordiagnostik und Technische Ausstattung erlauben gezielte und individualisierte Therapie

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Katheter-Ablation bei Vorhofflimmern

Ablations-Verfahren am OHZ

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Radiofrquenz-Ablation
Verödung durch elektischen Strom

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Kryo-Ablation
Verödung durch Kälte (Kryo-Ballon)

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LASER-Ablation
Verödung durch LASER Ballonkather Technik

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Endoskopische-Ablation
Verödung durch elektischen Strom in Endoskop-Technik

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Chirurgische-Ablation
Verödung durch elektischen Strom

Warum kommt es bei Vorhofflimmern gehäuft zu Schlaganfällen ?

Das menschliche Blut ist nicht nur „ein besonderer Saft“ sondern in der Tat eine hochkomplexe Flüssigkeit. Solange es in Bewegung ist, bleibt es flüssig. Bewegt sich das Blut nicht mehr schnell genug, bilden sich zunächst kleinere Aggregate. Bei sehr langsamem Blutfluss oder Stillstand gerinnt das Blut, es entstehen Gerinnsel (Thromben). Beim Vorhofflimmern sind die Vorhöfe meist stark vergrößert, die  die Pumpleistung ist sehr gering. Somit sinken die Flussgeschwindigkeiten im Vorhof, besonders im sog. Vorhofohr.

Das Vorhofohr ist ein Anhängsel der Vorkammer. Bei Flimmern entstehen insbesondere dort Thromben. Solche Blutgerinnsel lassen sich mit Hilfe der Schluckechokardiographie (TEE) gut nachweisen. Besteht längere Zeit Vorhofflimmern (> 48 Stunden) ist das Risiko für die Entstehung von Thromben besonders hoch. Gelangen diese Thromben in den Blutstrom, können sie Gefäßverschlüsse verursachen. Im Gehirn ist dies besonders gefährlich: werden Hirnarterien durch Thromben verstopft, entsteht ein Schlaganfall. 

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Mehr Info zum Thema Schlaganfall-Prävention bei Vorhofflimmern
Neue Gerinnungshemmer, Vorhofohrverschluss und andere Therapieverfahren

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Gerinnungshemmer und Vorhofohrverschluss

Thrombenbildung: Durch die fehlende Kontrakton des Vorhofohres kann das Blut dort gerinnen. Lösen sich diese Gerinnsel, kann ein Schlaganfall auftreten.

Sport und Vorhofflimmern - was ist zu beachten? Welche Risiken gibt es?

Regelmässiger Ausdauersport kann vor Vorhofflimmern schützen. Was müssen aber Sportler beachten? Extremer Ausdauersport (Marathon, Skilanglauf) kann das Risiko für Vorhofflimmern erhöhen. Insbesondere dann, wenn schon andere Vorerkrankungen (Bluthochdruck, Koronare Herzerkrankung) bestehen. Daher sollten Sportler über 40 regelmässige Vorsorgeuntersuchungen wahrnehen, um diese Risiken zu minimiern.

Unbehandelter Bluthochdruck oder eine KHK können bei ambitioniertem Ausdauertraining Vorhofflimmern begünstigen.

Warum kommt es bei Vorhofflimmern zu Herzschwäche ?

In der Füllphase des Herzens (Diastole) presst die Vorkammer Blut in die linke Herzkammer und unterstützt somit die Füllung des Herzens. Ca. 20-30 % der Herzleistung basieren auf der aktiven Füllung der Ventrikel (Herzkammern) durch die Vorkammern. Fällt diese wie beim Flimmern weg, kann dies zu erheblichen Leistungseinschränkungen führen. Besonders bei bereits vorbestehender  Störung der diastolischen Funktion ist die Vorhofleistung wichtig. Solche Störungen treten auf bei:

  • Bluthochdruck mit Verdickung (Hypertrophie) des Herzmuskels
  • Herzklappenfehlern (bes. Aortenklappenstenose)
  • Angeborener oder erworbener Verdickung des Herzmuskels (Hypertrophie)
  • Speicherkrankheiten (z.B. Amyolidose)

Neben der Fülleistung ist aber auch die Herzfrequenz bedeutsam für die Aubildung einer Herzschwäche. So kommt es bei anhaltend zu hohen Herzfrequenzen (>100/min) zu einer sog. Tachymyopathie. Eine Tachymyopathie ist eine durch hohe Herzfrequenzen verursachte Herzleistungsschwäche. Auch langsame Herzfrequenzen (Bradykardie) beim Flimmern können die Leistung erheblich beeinträchtigen. Besonders schwer zu behandeln ist das sog. Brady-Tachy-Syndrom, bei dem schnelle und sehr langsame Phasen wechseln.

Besonders gefährdet: Patienten mit KHK oder Klappenfehlern

Langzeitfolge Herzschwäche: Besteht über längere Zeit Vorhofflimmern, kann eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz) entstehen.

Termin-Management und Kontakt

Unser Sekretariat ist täglich von 7.00 bis 18.00 besetzt. Ausserhalb der Öffnungszeiten des Sekretariates können Sie gern eine Nachricht in unserer Sprachbox hinterlassen. Nutzen Sie bitte auch unsere online-Terminverwaltung. Für Notfälle ist unser Zentrum rund um die Uhr besetzt 24/7 - auch am Wochenende. 

Kontakt
Herz-Bildgebung

Online-Termin
Rhythmus-Ambulanz

Unser Team

Mit den Chefärzten der Kardiologie Prof. Dr. med. Thorsten Lewalter und dem Ltd. Arzt Priv.-Doz. Dr. med. Clemens Jilek  stehen zwei international renommierte Rhythmologen am OHZ für die Diagnostik und Therapie von Herzrhythmusstörungen zur Verfügung. Beide Spezialisten verfügen über die Zusatzqualifikation Spezielle Rhytmologie der Dt. Gesellschaft für Kardiologie. Im Rahmen unserer Rhythmus-Sprechstunden beraten wir Sie kompetent im Team. "Eine Besonderheit an unserem Standort ist die übergreifende Expertise in unserem Team. Für alle rhythmologischen Fragestellungen kommen in der Vordiagnostik schon schonende bildgebende Verfahren zum Einsatz. So haben wir vor einer möglichen Prozedur ein klares Bild vom Herzen des Patienten und vermeiden so unnötige invasive Maßnahmen". (Prof. Lewalter)

Für ihre Sicherheit: Befundung und Therapie durch zertifizierte Untersucher im interdisziplinären Team

Prof. Dr. med. Th. Lewalter

Prof. Dr. med. Th. Lewalter

Chefarzt Kardiologie

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PD Dr. med. C. Jilek

PD Dr. med. C. Jilek

Ltd. Arzt Rhythmologie

Ihr Experte für Herzrhythmusstörungen, Schrittmachertherpie und TAVI

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FAQ Vorhofflimmern

Die Volkskrankeit Vorhofflimmern betrifft in Deutschland etwa 2 Millionen Patienten. Hier beantworten wir Fragen, die rund um das Thema häufig gestellt werden. Unser Team aus erfahrenen Rhythmologen beantwortet gern auch im Rahmen unsrer Rhythmussprechstunde oder Video-Sprechstunde Ihre Fragen. 

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Wie häufig ist Vorhofflimmern ?

Die Absolute Arrhythmie (Vorhofflimmern) ist die häufigste Herzrhythmusstörung im Erwachsenen Alter. Allein in Deutschland leiden etwa 2 Millionen Menschen an dieser Rhythmusstörung. Besonders in der Gruppe älterer Menschen leidet ein großer Prozentsatz an dauerhaftem (permanentem) oder gelegentlichem (paroxysmalem) Vorhofflimmern. Bei den 80-jährigen sind etwa 10-15% betroffen. Noch höher ist die Quote in der Gruppe der über 90-jährigen. Schätzungen gehen davon aus, dass sich durch die Zunahme des Altersquerschnittes in unserer Bevölkerung die Zahl der Flimmer-Patienten bis zum Jahr 2050 verdoppeln wird.

Welche Arten von Vorhofflimmern gibt es ?

Erstmalige Feststellung Häufig ist Vorhofflimmern eine Zufalls-Diagnose. Dann ist die Dauer der Arrhythmie nicht bekannt, so dass keine Einstufung in die nachstehenden Gruppen getroffen werden kann. Diese Einteilung ist auch unabhängig von begleitenden Symptomen.
Paroxysmales Vorhofflimmern Das Selbstlimitierende oder Paroxysmale Vorhofflimmern betrifft Flimmer-Episoden mit einer Dauer von in der Regel weniger als 48 Stunden. Dies ist für die Einstufung wichtig, da die Wahrscheinlichkeit, dass sich Blutgerinnsel im Herzen gebildet haben nach 48 Stunden relevant erhöht. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Flimmer-Episode nach 48 Stunden selbst terminiert gering. Paroxysmale Flimmer-Episoden können auch längere Zeit -bis zu 7 Tage- andauern. Bei solchen Episoden muss eine Antikoagulationstherapie erwogen werden.
Persistierendes Vorhofflimmern Unter Persistierendem Vorhofflimmern versteht man Episoden mit einer Dauer über 7 Tage oder Episoden, die eine Kardioversion erfordern, um das Ereignis zu beenden.
Lang anhaltend persistierendes Flimmern Bei diesem Typ besteht das Vorhofflimmern mindestens 1 Jahr. Bei diesen Patienten wurde die therapeutische Entscheidung zur Rhythmuskontrolle getroffen. Häufig gingen bereits zahlreiche Kardioversionen voraus.
Permanentes Vorhofflimmern Dauerhaftes Vorhofflimmern, bei dem keine therapeutischen Versuche zur Konversion in einen normalen Sinusrhythmus mehr erfolgen (von Arzt und Patient akzeptiert).

Welche Therapie ist besser: Medikamentöse Therapie oder Ablation ?

Pauschal kann man diese Frage so nicht beantworten. Vielmehr ist die Symptomatik, das Alter des Patienten, die Dauer des Vorhofflimmerns und auch anatomische Gegebenheiten (z.B. Größe der Vorkammer) entscheidend. Bei jüngeren, hoch symptomatischen Patienten kann eine primäre Ablationstherapie sinnvoll sein. Besteht bereits langjährig Vorhofflimmern und keine relevanten Beschwerden, wird man eher zu einer medikamentösen Behandlung raten. Zu diesem Thema gibt es mittlerweile größere klinische Studien, in denen die unterschiedlichen Fallkonstellationen gut untersucht wurden. Unser Rhythmusteam beantwortet Ihre Fragen hierzu gerne.

Kann man Vohrofflimmern Dauerhaft heilen ?

Eine Ablationstherapie oder auch medikamentöse Behandlungsansätze können langjährig, oft sogar lebenslang, den stabilen Sinusrhythmis erhalten. Häufig kommt es nach Jahren der Beschwerdefreiheit jedoch zu einem Rezidiv. Dann muss ggf. - bestehen weiterhin Symptome - eine weitere Ablationsbehandlung erfolgen.

Darf ich bei Vorhofflimmern Sport treiben ?

Eine generelle Belastungsstufe oder Herzfrequenz, die für alle Patienten gilt, gibt es natürlich nicht. Ihr Kardiologe oder Sportmediziner kann Ihnen aber nach einem Leistungs-Check unter Berücksichtigung sonstiger Erkrankungen oder Risikofaktoren, Empfehlungen für Trainingsart, Dauer und maximale bzw. optimale Herzfrequenz geben. Wichtig für sportlich aktive ist auch eine angepasste Medikation. Gerade bei Patienten mit Bluthochdruck ist eine angepasste, moderne Medikation wichtig. Ein reinmedikamentöser Therapieansatz (Frequenzbegrenzung) ist bei Sportlern häufig nicht erfolgversprechend. Patienten, die unter dem Vorhofflimmern symptomatisch werden oder bei Belastungen (hier Sport) keine adäquate Leistungssteigerung mehr erzielen können, ist eine Ablations-Behandlung eine sinnvolle Therapie-Alternative.

Warum tritt oft Vorhofflattern nach Vorhofflimmern auf ?

Beide Rhythusstörungen können Ausdruck einer strukturellen Schädigung des Vorhofmuskels sein. Diese Gewebeveränderungen können zu unterschiedlicher Leitungsgeschwindigkeit von elektrischem Strom führen. Grundsätzlich liegen den beiden Rhythmusstörungen aber unterschiedliche Mechanismen zugrunde. Daher kann nach einer erfolgreich durchgeführen Flimmerablation im Verlauf noch eine Flatterablation notwendig werden.