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Plötzlicher Herztod (SCD)

Plötzlicher Herztod – tritt häufig ohne bekannte Herzerkrankung oder Warn-Symptome auf

Vielfältige Ursachen können zu gefährlichen Herzrhythmusstörungen führen. Lebensrettend beim Kammerflimmern ist nur die Wiederbelebung u. Defibrillation innerhalb von etwa 10 Minuten. Eine sorgfältige Abklärung von Betroffenen und Familienangehörigen wird empfohlen. 

Was versteht man unter Plötzlichem Herztod?

Der plötzliche Herztod, auch Sekundentod (englisch sudden cardiac death (SCD)) genannt, ist eine unbehandelt tödliche Komplikation von angeborenen oder erworbenen Herzerkrankungen. Das meist zugrunde liegende terminale Kammerflimmern ist häufig die Folge einer Herzerkrankung im Endstadium. Bei schwerer koronarer Herzerkrankung (KHK) kann es im Rahmen eines akuten Herzinfarktes oder als Komplikation einer schweren chronischen KHK zum Kammerflimmern kommen.

Kammerflimmern: Nur sofortige Defibrillation hilft

Dabei “flimmert” der Herzmuskel (s. EKG links) so schnell, dass das Herz keine Pumpleistung mehr erbringen kann. Die frühzeitige Einleitung von Wiederbelebungsmaßnahmen, besonders die Defibrillation kann lebensrettend sein. Zur Vermeidung des SCD ist es wichtig, Risikopatienten rechtzeitig zu identifizieren. In diesem Zusammenhang kommt der Bestimmung der Pumpleistung des Herzens mittels Echokardiographie eine besondere Bedeutung zu. Ist die Pumpleistung hochgradig eingeschränkt, ist nach heutigen Leitlinien die Versorgung betroffener Patienten mit einem sog. implantierbaren Defibrillator (ICD) angezeigt. 

Häufig ist die Behandlung mit einem ICD-Aggregat angezeigt

RVOT: Ausflusstrakt Tachykardie

Ausflusstrakt Tachykardie (RVOT): Schneller Herzschlag entsteht aus einem Zentrum im rechtsventrikulären Ausflusstrakt (Stern).

Ursachen für einen plötzlichen Herztod

Lebensbedrohliches Kammerflimmern kann akut (z.B. bei einem akuten Herzinfarkt) oder einer Herzmuskelentzünung entstehen. Aber auch chronische Ursachen wie z.B. angeborene Herzfehler oder erkrankungen des Herzmuskels können eine Rolle spielen. Ist die Pumpleistung des Herzens stark beeinträchtigt, steigt das Risiko für eine gefährliche Arrhythmie.

Angeborene oder erworbene Erkrankungen können zum Herztod führen.

Bei den angeborenen Ursachen spielen besonders die Arrhythmogene Rechtsventrikuläre Dysplasie (ARVCM), das Long-QT Syndrom oder auch das Brugada-Syndrom eine bedeutende Rolle. Bei den angegorenen Erkrankungen können der Herzmuskel oder aber auch spezielle Transport-Kanäle (Kanalo-Pahtien) betroffen sein. Mittels Gen-Analyse können auch im familiären Umfeld der Patienten mit SCD nach Erkrankungen gefahndet werden.

 

Gen-Analyse: auch in der Familie suchen

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ICD-Therapie

Symptome der Koronaren Herzerkrankung

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Akuter oder stattgehabter Herzinfarkt

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Herzmuskel-Schwäche

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Herzmuskelentzündung (Myokarditis)

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Angeborene Erkrankungen "Kanal-Erkrankungen"

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Angeborene Herzmuskel-Erkrankungen

Ischämische Kardiomyopathie

Jedes Jahr sterben in Deutschland etwa 50.000 Menschen an einem akuten Herzinfarkt ein gutes Drittel noch vor Aufnahme in das Krankenhaus. Bei einem Verschluss der Kranzkefäße können gefährliche Herzrhythmusstörungen auftreten (Kammerflimmern). Viele Patienten warten zu lange, bevor Sie den  Notarzt verständigen. Je länger das Kranzgefäß verschlossen bleibt, desto größer wird die Narbe im betroffenen Gefäßsegment. Die Folge: Herzschwäche aufgrund eingerschränkter Pumpleistung. Die gute Nachricht: Die Versorgungsqualität beim akuten Infarkt hat sich in den letzten 30 Jahren erheblich verbessert. Dies liegt an der Einrichtung von Zentren zur Versorgung des Herzinfarktes (Chest-Pain Unit/CPU). Bei Brustschmerz fährt der Notarzt im Raum München nur Kliniken an, die eine CPU betreiben. Der aktuelle Herzbericht für Deutschland zeigt die Ergebnisse der verbesserten Versorgung an. Damit es aber in der Folge nicht zur Herzschwäche kommt, ist eine schnelle Behandlung wichtig. Denn auch bei der exzellenten ersten Versorgung gehören Herz- und Kreislauferkrankungen in Deutschland mit über 400.000 Todesfällen pro Jahr noch den führenden Todesursachen. 

 

Beim oder nach einem Herzinfarkt kann Kammerflimmern auftreten

Durch unterschiedliche Leitungsgeschwindigkeiten des gesunden Herzmuskels und der Narben-Randzone können kreisende Erregungen entstehen. Im Rahmen einer elektrophysiologischen Untersuchung  kann die Arrhythmie meist durch gezielte Stimulation ausgelöst und der Ursprungsort bzw. die Anteile, die in den Kreislauf involviert sind, lokalisiert werden. Moderne 3D-Mapping verfahren können den Erregungskreis lokalisieren und helfen, die Therapie gezielt und effektiv durchzuführen.

 

Gen-Analyse: auch in der Familie suchen

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Herzinfarkt

RVOT: Ausflusstrakt Tachykardie
RVOT: Ausflusstrakt Tachykardie

Long-QT Syndrom: Video mit Dt. Untertitel.

Long-QT Syndrom

Das Long-QT Syndrom tritt als angeborene (kongenital) oder erworbene Variante (z.B. Medikamente) auf. Typisch ist die Verlängerung der sog. QT-Zeit (s. EKG links). Eine Verlängerung dieses Intervalls von über 440ms ist auffällig und sollte abgeklärt werden. Typisch ist das Auftretend des Herzrasens und auch der Ohnmachtsanfälle (Synkopen) bei Belastung oder in Stress-Situationen. Häufig treten sogenannte Torsade-de-pointes (Spitzenumkehrtachykardie) Tachykardien auf. 

 

Angeboren oder Medikamenten-Induziert

Bestimmte Medikamente können die QT-Zeit verlängern und so zu einer gefährlichen Arrhythmie führen. Diese Medikamente führen zu einer Blockede des sog. hERG-Kaliumkanals. Dies führt zu einer Anreicherung von Calzium in den Herzmuskelzellen. Die QT-Verlängerung führt zu einer Verlängerung der sog. vulnerablen Phase, der Zeit, in der z.B. eine Extrasystole zu Kammertachykardien oder Kammerflimmern führen kann. Angeborene oder erworbene Verlängerungen der QT-Zeit begünstigen diese gefährlichen Arrhythmien. 

Werden QT-verlängernde Medikamente kombiniert, können gefährliche Rhythmusstörungen auftreten. Eine Liste von QT-verlängernden Medikamenten findet sich hier. Ist bereits eine Verlängerung der QT-Zeit bekannt, sollten regelmässige EKG-Kontrollen erfolgen, wenn diese Medikamente eingesetzt werden.

Brugada Syndrom

Viele Patienten, bei denen die seltene Erkrankung im EKG nachweisbar ist, verspüren lange keine Symptome. Häufig ist eine akute Ohnmacht (Synkope) oder ein Herzstillstand das erste Zeichen. Nach einem solchen Ereignis sollten gründliche Untersuchungen durchgeführt werden. Zeigen sich typische EKG-Veränderungen (links) in Ruhe oder im Rahmen eines medikamentösen Tests (Ajmalin-Test), kann die Diagnose gestellt werden.

Bei 20% der Patienten  mit Brugada-Syndrom lässt sich ein Gen-Defekt (SCN5A-Gen) nachweisen. Heute sind 3 Typen des Brugada-Syndroms bekannt. Nach einem Herzstillstand oder bekanntem Brugada-Syndrom in der engeren Verwandschaft sollte eine umfassende Diagnostik durchgeführt werden, um das Risiko für den plötzlichen Herztod zu ermitteln.

RVOT: Ausflusstrakt Tachykardie

EKG: Typische EKG Veränderungen bei Brugada Syndrom. 

Long-QT Syndrom

Das Long-QT Syndrom tritt als angeborene (kongenital) oder erworbene Variante (z.B. Medikamente) auf. Typisch ist die Verlängerung der sog. QT-Zeit (s. EKG links). Eine Verlängerung dieses Intervalls von über 440ms ist auffällig und sollte abgeklärt werden. Typisch ist das Auftretend des Herzrasens und auch der Ohnmachtsanfälle (Synkopen) bei Belastung oder in Stress-Situationen. Häufig treten sogenannte Torsade-de-pointes (Spitzenumkehrtachykardie) Tachykardien auf. 

 

Angeboren oder Medikamenten-Induziert

Bestimmte Medikamente können die QT-Zeit verlängern und so zu einer gefährlichen Arrhythmie führen. Diese Medikamente führen zu einer Blockede des sog. hERG-Kaliumkanals. Dies führt zu einer Anreicherung von Calzium in den Herzmuskelzellen. Die QT-Verlängerung führt zu einer Verlängerung der sog. vulnerablen Phase, der Zeit, in der z.B. eine Extrasystole zu Kammertachykardien oder Kammerflimmern führen kann. Angeborene oder erworbene Verlängerungen der QT-Zeit begünstigen diese gefährlichen Arrhythmien. 

Werden QT-verlängernde Medikamente kombiniert, können gefährliche Rhythmusstörungen auftreten. Eine Liste von QT-verlängernden Medikamenten findet sich hier. Ist bereits eine Verlängerung der QT-Zeit bekannt, sollten regelmässige EKG-Kontrollen erfolgen, wenn diese Medikamente eingesetzt werden.

Long-QT Syndrom: Video mit Dt. Untertitel.

RVOT: Ausflusstrakt Tachykardie

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