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Ursachen Plötzlicher Herztod

Ursachen für den Plötzlichen Herztod 

Häufig bleibt die Ursache für den plötzlichen Herztod unklar. Nach erfolgreicher Reanimation muss eine sorgfältige Abklärung der möglichen Ursache und eine Risiko-Einschätzung für ein erneutes Ereignis erfolgen.

Hauptursache für das gefährliche Kammerflimmern sind neben der KHK die schwere Herzschwäche (Herzinsuffizienz), die Herzmuskelentzündung oder auch angeborene Herzerkrankungen (z.B. ARVCM). Bei gehäuften unklaren plötzlichen Todesfällen in der Familie besteht der Verdacht auf eine angeborene strukturelle Herzerkrankung, sollten nahe Verwandte diesbezüglich untersucht werden (Gen-Test). Neben genetischen Untersuchungen kommen vor allem die bildgebenden Verfahren wie die Echokardiographie, das Cardio-MRT und ggf. auch die Herzkatheteruntersuchung in Betracht. Mit diesen Verfahren kann schonend festgestellt werden, ob für den Betroffenen eine besondere Gefährdung besteht. Warnsymptome, die Verdachtsmomente für den plötzlichen Herztod wecken, sind häufiger schwerer Schwindel oder Ohnmachtsanfälle, sogenannte Synkopen. Hierbei ist es wichtig, harmlose Ursachen von gefährlichen Rhythmusstörungen zu unterscheiden. Das Langzeit-EKG (24-Stunden EKG oder Holter-EKG) ist häufig wegweisend.

Bei vielen Patienten kommt leider der klassische "Vorführeffekt" zum Tragen: Gerade, wenn ein Langzeit-EKG angelegt wird, treten die Rhythmusstörungen oder Schwindelattacken nicht auf. Abhilfe kann ein tragbares EKG (Event-Recorder) schaffen. Führt auch das tragbare EKG nicht zu einer Diagnose, kann die Implantation eines implantierbaren Event-Recorders angezeigt sein. Diese auch loop-recorder genannten Geräte sind meist kleine, unter der Haut implantierbare Geräte, die im Fall einer Synkope vom Arzt ausgelesen werden können. Das Osypka Herzzentrum verfügt über hochmoderne Event-Recorder mit Telemetrie-Funktionen. EKG-Daten werden automatisch per Telefon werden, wenn das System eine gefährliche Arrhythmie detektiert. Zeigen sich gefährliche Arrhythmien, ist häufig eine elektrophysiologische Untersuchung sinnvoll. 

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