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VSD-Verschluss: minimal invasive Therapie

Minimal invasiver VSD Verschluss

Der häufigste angeborene Herzfehler fällt meist schon im Kindesalter auf. Beim Erwachsenen können Defekte auch nach einem Herzinfarkt auftreten.

Der interventionelle VSD-Verschluss wird meist schon bei Kindern durchgeführt. Angeborene oder erworbene Defekte können aber katheter-interventionell oder chirurgisch auch beim Erwachsenen versorgt werden. Wie bei allen anderen Defekten ist auch hier eine sorgfältige Aufarbeitung und Diagnostik vor dem Verschluss notwendig. Auch beim VSD kann durch die Volumenbelastung der Druck und Widerstand in der Lungenstrombahn ansteigen, so dass ein kompletter Veschluss dann nicht mehr möglich ist. Im Herz-Team wird in der Regel evaluiert, ob z.B. zunächst ein Teilverschluss mit einem Verschlussystem oder "patch" (Flicken) mit einem Loch (punched patch) möglich ist. (Quelle Video: Fa. St. Jude Medical)

Welche Voruntersuchungen erfolgen am Osypka Herzzentrum? Welche Untersuchungsergebnisse benötigen wir?

Bei der ersten Vorstellung in unserer Ambulanz sichten wir die bereits vorliegen Untersuchungsergebnisse. Bitte bringen Sie alle Ihnen zur Verfügung stehenden Unterlagen, Arztbriefe und ggf. CD/DVD von Ultraschall, MRT oder Katheteruntersuchungen mit. Falls noch nicht vorhanden, führen wir eine echokardiographische Diagnostik, ggf. auch unter Belastungsbedingungen durch. Vor einem Eingriff erfolgt  am OHZ eine 3D TEE Diagnostik, um den Defekt genau zu charakterisieren. Vor einem Verschluss wird in der Regel noch eine Rechtsherz-Katheter Untersuchung durchgeführt, um das genaue Shunt-Volumen und Druck bzw. Widerstand in der Lungenstrombahn zu vermessen. Diese Untersuchungen können auch noch am Tag des geplanten Eingriffs durchgeführt werden, so dass kein erneuter Aufenthalt nötig ist. Wenn ein Verschluss indiziert ist und interventionell verschliessbar ist, kann im Anschluss an den Rechtsherzkatheter der Verschluss durchgeführt werden. 

Wer führt am Osypka Herzzentrum Occluder-Behandlungen durch? 

Die beiden leitenden Ärzte, Prof. Dr. Th. Lewalter und K. Tiemann implantieren als Team bereits seit über 10 Jahren Occluder-Systeme. Durch die optimalen Möglichkeiten der modernen Bildgebung mit 3D-TEE und Bildfusion kann das erfahrene Team die Eingriffe häufig ohne Narkose im Dämmerschlaf durchführen. In unserer Herzfehler-Sprechstunde beraten wir Sie ausführlich und Sie haben die Gelegenheit, das Team schon vor dem Eingriff kennen zu lernen. In enger Kooperation mit Ihrem Haus- oder Facharzt bereiten wir den Eingriff vor und organisieren die Nachsorge.

Welche Nachsorge-Untersuchungen sind nach einer Occluder-Implantation notwendig? Was muss ich beachten?

Noch während des stationären Aufenthaltes wird vor der Entlassung noch eine Lagekontrolle des Verschluss-Systems durchgeführt. Dies erfolgt in der Regel mit einer TEE-Untersuchung. So kann dokumentiert werden, dass der Occluder korrekt sitzt und den Defekt verschliesst. In seltenen Fällen können sich auf dem Occluder Blutgerinnsel bilden, die mit dem TEE erkannt werden können. Medikamentös können solche Gerinnsel in der Regel gut aufgelöst werden. Für 3-6 Monate wird zur Vermeidung der Gerinnsel-Bildung dann eine Behandlung mit Aspirin und Clopidogrel (Thrombozythenaggregations-Hemmer/duale Plättchenhemmung) durchgeführt. Im Intervall nach 3-6 Monaten erfolgt dann die Abschluss-Kontrolle. Meist ist dann keine Duale-Plättchenhemmung mehr notwendig. 

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