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Stressechokardiographie München: Diagnostik bei KHK u Stenosen

PD Dr. Klaus Tiemann (Osypka Herzzentrum München) Top-Kardiologe

 

Chefarzt-Sekretariat

Frau Monika Haberland
Mo-Fr. 8.00-17.00

089 72400 4343
089 72400 4391

Fax:
089 72400 4399
kardiologie@ikms.de

Peter Osypka Herzzentrum
Internistisches Klinikum
München Süd GmbH
Am Isarkanal 36
D-81379 München

 

Online-Termin

Wie läuft eine Fahrrad-Stressechokardiographie ab?

Beim Fahrrad-Stressecho liegt der Patient auf einer speziellen kippbaren Echo-Liege. Wie beim Belastungs-EKG wird stufenweise die Belastung angehoben. Ihr Kardiologe registriert in Ruhe, bei jeder Belastungsstufe und auch unmittelbar nach der körperlichen Belastung mit Ultraschall aus verschiedenen Anlotungsebenen. Mit modernen Geräten kann diese Untersuchung sogar in 3D erfolgen. Dies führt zu reproduzierbareren Ergebnissen und erleichtert den Untersuchungsablauf.Zeitgleich zur Ultraschall-Untersuchung wird ein 12-Kanal EKG, der Blutdruck und die Sauerstoffsättigung (Sät O2) gemessen. Dies gibt zusätzlich diagnostische Informationen und Sicherheit. Liegt eine höhergradige Engstelle vor, können im Ultraschall Störungen im Kontraktionsablauf (Wandbewegungsstörungen) dargestellt werden. EKG und Blutdruckmessung sowie mögliche Beschwerden des Patienten (Brustschmerz/Angina pectoris, Luftnot etc.) liefern zudem wichtige Informationen.

Wie läuft eine pharmakologische Stressechokardiographie (Dobutamin) ab?

Wenn ein Patient, zum Beispiel bei Kniebeschwerden, nicht adäquat belastbar ist, oder eine spezielle Fragestellung besteht (Narbendiagnostik, Vitalitätsdiagnostik) kommt häufig die Dobutamin-Stressechokardiographie zum Einsatz. Hierbei wird über einen Zugang in einer Vene langsam ein körperähnliches Stress-Hormon infundiert. So werden die Herzfrequenz und die Kontraktionskraft des Herzens langsam erhöht. Auch hier können Wandbewegungsstörungen oder auch Veränderungen in der Erschlaffung des Herzmuskels (sog. diastolische Funktionsstörung) detektiert werden. Bei der Belastung wird in einigen Stufen die Medikamentenmenge so gesteigert, dass die errechnete, altersadäquate Ziel-Herzfrequenz erreicht wird. Häufig kommt zur maximalen Belastung noch eine Injektion von Atropin zur Steigerung der Herzfrequenz hinzu. Daher ist es wichtig, dass sie ihrem Arzt vor der Untersuchung mitteilen, ob sie an grünem Star (Engwinkelglaukom) oder einer erheblichen Prostata-Vergrößerung mit Harnverhalt leiden.

Welche Risiken bestehen?

Für die Fahrrad-Stressechokardiographie bestehen die gleichen Untersuchung-Risiken wie für ein normales Belastungs-EKG. Der erfahrene Untersucher kann eine Durchblutungsstörung jedoch häufig schon deutlich früher erkennen, als dies im EKG möglich ist. So kann die Belastung häufig schon vor dem Auftreten von Herzrhythmusstörungen, schwerer Luftnot oder Brustschmerzen (Angina pectoris) beendet werden. Am Osypka Herzzentrum sind zudem alle Einrichtungen zur Notfall-Versorgung in unmittelbarer Nähe. Dies schafft maximale Sicherheit bei der Untersuchung. Bei der Dobutamin-Stressechokardiographie treten im Vergleich zur Fahrrad-Belastung häufiger Herzrhythmusstörungen während der Untersuchung auf. Diese treten meist nur passager auf. Gefährliche Herzrhythmusstörungen sind jedoch selten und treten bei fortgeschrittener Herzerkrankung auf. Daher erfolgt die Dobutamin-Stress Echo Untersuchung unter besonderen Überwachungsbedingungen. Ihr behandelnder Arzt wird im Vorfeld sehr sorgfältig die richtige Untersuchungsmethode für Sie aussuchen und mit Ihnen besprechen.

Welche alternativen Methoden gibt es?

Die Stressechokardiographie ist in der Kardiologie das wichtigste Untersuchungsverfahren zur Beurteilung von Durchblutungsstörungen des Herzmuskels. Vergleichbare Untersuchungsergebnisse lassen sich jedoch auch mit nuklearmedizinischen Methoden (SPECT/PET) jedoch unter Verwendung radioaktiver Substanzen oder mittels der Magnetresonanztomographie (MRT-Herz) erzielen. Da eine fahrradergometrische Belastung im MRT technisch nicht möglich ist, erfolgt die Durchblutungsuntersuchung dort unter Verwendung von einem gefäßerweitertndn Medikament (Adenosin). Auch eine Dobutamin-Belastung ist prinzipiell möglich. Bei hochgradigem Verdacht auf eine koronare Herzerkrankung, gerade bei akuten Beschwerden, kann auch direkt eine Herzkatheteruntersuchung oder ggf. alternativ eine CT-Angiographie des Herzens durchgeführt werden. Heute wird jedoch von den führenden Fachgesellschaften bei einer stabilen Beschwerdesypmtomatik zwingend die Durchführung einer Durchblutungs-Untersuchung (Ischämie-Diagnostik) gefordert.

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