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Sport und Vorhofflimmern

Bild des Benutzers PD Jilek

Vorhofflimmern vermeiden - Sport ist gut

Unter ambitionierten Hobbytriathleten werden neue Daten zu Vorhofflimmern keine Freude auslösen. Über 2000 Olympioniken der Olympiaden von 2004 bis 2014 wurden systematisch auf das Vorliegen von Herz- und Gefäßkrankheiten untersucht. Im Schnitt waren die Athletinnen und Athleten 25 Jahre jung und wiesen für die Altersgruppe erstaunlich viele Erkrankungen im Herz- und Gefäßgebiet auf. Einerseits zeigt sich, dass man auch mit Herz- und Kreislauferkrankungen Spitzenleistung bringen kann, auf der anderen Seite kann man schon stutzig werden, dass so gut trainierte und damit hoffentlich auch medizinisch überwachte Sportler eine solche Vielfalt von Erkrankungen aufweisen: Das Spektrum reichte von Herzmuskelentzündungen über ausgeprägte Gefäßverkalkung bis hin zu Störungen der Herzelektrik wie auch Vorhofflimmern. Ob die Erkrankungen nun durch die sportliche Beanspruchung ausgelöst wurden, kann die Studie nicht beanworten, allerdings ist der Zusammenhang augenscheinlich.

Welche Konsequenz sollten wir als Hobbysportler daraus ziehen? Die Antwort ist klar und einfach - unbedingt weitermachen mit dem Freizeitsport.

Täglich 20 Minuten milde sportliche Betätigung senken das Risiko für Vorhofflimmern um ca 50%. Wem die Zeit dafür nicht reicht, kann auch weniger Sport betreiben. Wichtig ist dabei, dass Sport in einer gewissen Regelmäßigkeit und Konsequenz betrieben wird.

Interessanterweise gibt es einen anderen Parameter, der das Risiko für beispielsweise Vorhofflimmern viel besser abbildet: der Fitnesszustand und nicht die sportliche Betätigung. Dies ist einleuchtend, da Sport ja den Fitnesszustand des Körpers heben soll. Somit überprüfen wir mit dem Fitnesszustand die Effektivität unserer sportlichen Ambitionen, was wahrscheinlich besser ist, als nach Faustregeln für eine gewisse Zeit pro Tag Sport zu treiben.

Frauen scheinen dabei einen besseren Riecher zu haben als Männer, denn Frauen erzielen besser das höhere "Fitnesslevel" als Männer. Dies liegt nicht unbedingt daran, dass Frauen mehr und konsequenter Sport betreiben. Aber anscheinend übersetzen Sie den Sport besser in Fitness bzw. wählen diejenige Sportarten, die eher zu mehr Fitness führen.

Wie genau das bei Frauen funktioniert, ist nicht bekannt. Allerdings sei hier noch einmal angemerkt, dass nicht nur Ausdauersport gesund ist sondern auch Muskeltraining. Natürlich alles in Maßen. Klar ist auch: Nur wer Sport betreibt, der Freude macht, bleibt am Ball, an der Stange, am Laufband, an der Hantel oder wo auch immer.

Daher noch einmal kurz überlegen und los geht es in den Sportfrühling!