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PFO-Verschluss: Minimal invasive Therapie

Minimal invasiver PFO-Verschluss

Beim Schlaganfall ohne erkennbaren Grund (kryptogen) liegt häufig ein PFO vor. Der Verschluss ist eine Alternative zur medikamentösen Rezidiv-Prophylaxe. 

Der Übertritt von Blutgerinnseln aus dem venösen System über ein PFO kann zum Schlaganfall führen. Liegt keine andere Ursache vor, kann der Verschluss des PFO eine Therapie-Alternative zur medikamentösen Therapie sein. 

Mit Occludersystemen kann über einen kleinen Zugang in der Leistengegend Löcher in den Herzscheidewänden verschlossen werden. Liegt zusätzlich zum PFO ein Vorhofseptum-Aneurysma (ASA) vor, steigt das Risiko für einen Schlaganfall. Occluder-Systeme können PFO und ASA gleichzeitig abdecken. 

 

Wann sollte ein PFO verschlossen werden? Gibt es hierzu Daten und Empfehlungen?

Der PFO-Verschluss beim kryptogenen Schlaganfall soll erneute thrombembolische Ereingisse durch Verschluss des foramen ovale verhindern. Aktuelle Studien haben gezeigt, dass im längeren Verlauf nach der Occluder-Implantation der Occluder der rein medikamentösen Therapie überlegen ist. Die Indikationsstellung zum PFO Verschluss muss aber sehr sorgfältig getroffen werden. Nicht jeder Verschluss ist sinnvoll und technisch ohne Risiken durchführbar. Mittels 3D-TEE Diagnostik kann die Morphologie und Funktion des Vorhofseptums sehr genau untersucht werden. In Zusammenschau aller Befunde kann dann die Indikation und der zu erwartende Nutzen abgeschätzt werden. Gern beraten wir Sie im Rahmen unserer Herzfehler-Sprechstunde. 

Welche Voruntersuchungen erfolgen am Osypka Herzzentrum? Welche Untersuchungsergebnisse benötigen wir?

Bei der ersten Vorstellung in unserer Ambulanz sichten wir die bereits vorliegen Untersuchungsergebnisse. Bitte bringen Sie alle Ihnen zur Verfügung stehenden Unterlagen, Arztbriefe und ggf. CD/DVD von Ultraschall, MRT oder Katheteruntersuchungen mit. Falls noch nicht vorhanden, führen wir eine echokardiographische Diagnostik, ggf. auch unter Belastungsbedingungen durch. Vor einem Eingriff erfolgt  am OHZ eine 3D TEE Diagnostik, um den Defekt genau zu charakterisieren. Vor einem Verschluss wird in der Regel noch eine Rechtsherz-Katheter Untersuchung durchgeführt, um das genaue Shunt-Volumen und Druck bzw. Widerstand in der Lungenstrombahn zu vermessen. Diese Untersuchungen können auch noch am Tag des geplanten Eingriffs durchgeführt werden, so dass kein erneuter Aufenthalt nötig ist. Wenn ein Verschluss indiziert ist und interventionell verschliessbar ist, kann im Anschluss an den Rechtsherzkatheter der Verschluss durchgeführt werden. 

Wie wird ein PFO-Verschluss am Osypka Herzzentrum durchgeführt? 

Am OHZ führen wir Planung und Eingriff mit Echtzeit 3D-TEE durch. So können wir jederzeit genaustens kontrollieren, wie sich der Schirm entfaltet und ob die Lage regelrecht ist. Mittels Fusions-Bildgebung kann das Echo-Bild auf die Katheter-Anlage übertragen und dem Durchleuchtungs-Bild überlagert werden. Das schafft optimale Bedingungen für den Verschluss. Bei unkomplizierten Bedingungen kann der Eingriff im leichten Dämmerschlaf durchgeführt werden. Bei komplexen Morphologien -z.B. großem Vorhofseptumaneurysma- und bei Patientenwunsch führen wir den Verschluss in einer kurzen Narkose durch.

Wer führt am Osypka Herzzentrum Occluder-Behandlungen durch? 

Die beiden leitenden Ärzte, Prof. Dr. Th. Lewalter und K. Tiemann implantieren als Team bereits seit über 10 Jahren Occluder-Systeme. Durch die optimalen Möglichkeiten der modernen Bildgebung mit 3D-TEE und Bildfusion kann das erfahrene Team die Eingriffe häufig ohne Narkose im Dämmerschlaf durchführen. In unserer Herzfehler-Sprechstunde beraten wir Sie ausführlich und Sie haben die Gelegenheit, das Team schon vor dem Eingriff kennen zu lernen. In enger Kooperation mit Ihrem Haus- oder Facharzt bereiten wir den Eingriff vor und organisieren die Nachsorge.

Welche Nachsorge-Untersuchungen sind nach einer Occluder-Implantation notwendig? Was muss ich beachten?

Noch während des stationären Aufenthaltes wird vor der Entlassung noch eine Lagekontrolle des Verschluss-Systems durchgeführt. Dies erfolgt in der Regel mit einer TEE-Untersuchung. So kann dokumentiert werden, dass der Occluder korrekt sitzt und den Defekt verschliesst. In seltenen Fällen können sich auf dem Occluder Blutgerinnsel bilden, die mit dem TEE erkannt werden können. Medikamentös können solche Gerinnsel in der Regel gut aufgelöst werden. Für 3-6 Monate wird zur Vermeidung der Gerinnsel-Bildung dann eine Behandlung mit Aspirin und Clopidogrel (Thrombozythenaggregations-Hemmer/duale Plättchenhemmung) durchgeführt. Im Intervall nach 3-6 Monaten erfolgt dann die Abschluss-Kontrolle. Meist ist dann keine Duale-Plättchenhemmung mehr notwendig. 

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