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Long QT Syndrom Text

Long QT Syndrom: seltene Erkrankgung, die beim sonst Herzgesunden zum plötzlichen Herztod führen kann

Im EKG zeigt sich eine Verlängerung der sog. QT-Zeit. Typisch sind anfallsartig auftretendes Herzrasen, Schwindelattacken und Synkopen. 

Das Long-QT Syndrom tritt als angeborene (kongenital) oder erworbene Variante (z.B. Medikamente) auf. Typisch ist die Verlängerung der sog. QT-Zeit (s. EKG links). Eine Verlängerung dieses Intervalls von über 440ms ist auffällig und sollte abgeklärt werden. Typisch ist das Auftretend des Herzrasens und auch der Ohnmachtsanfälle (Synkopen) bei Belastung oder in Stress-Situationen. Häufig treten sogenannte Torsade-de-pointes (Spitzenumkehrtachykardie) Tachykardien auf. 

Bestimmte Medikamente können die QT-Zeit verlängern und so zu einer gefährlichen Arrhythmie führen. Diese Medikamente führen zu einer Blockede des sog. hERG-Kaliumkanals. Dies führt zu einer Anreicherung von Calzium in den Herzmuskelzellen. Die QT-Verlängerung führt zu einer Verlängerung der sog. vulnerablen Phase, der Zeit, in der z.B. eine Extrasystole zu Kammertachykardien oder Kammerflimmern führen kann. Angeborene oder erworbene Verlängerungen der QT-Zeit begünstigen diese gefährlichen Arrhythmien. 

Werden QT-verlängernde Medikamente kombiniert, können gefährliche Rhythmusstörungen auftreten. Eine Liste von QT-verlängernden Medikamenten findet sich hier. Ist bereits eine Verlängerung der QT-Zeit bekannt, sollten regelmässige EKG-Kontrollen erfolgen, wenn diese Medikamente eingesetzt werden.