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Herzschrittmacher Operation München

Herzschrittmacher Operation 

Heute ein Routine-Eingriff, der meist in örtlicher Betäubung erfolgt. 

Eine Herzschrittmacheroperation ist heute ein oft praktizierter Routine-Eingriff. Meist wird die Operation in örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) durchgeführt. Hierzu wird zunächst unter die Haut und in das Unterhaut-Gewebe ein Lokalanästhetikum gespritzt. Von diesem Zeitpunkt an verspürt der Patient allenfalls nur noch einen Druck, keine Schmerzen mehr.

Zunächst erfolgt ein kleiner, etwa 5 cm messender Hautschnitt kurz unterhalb des Schlüsselbeins. Durch eine dort liegende Vene werden eine oder mehrere dünne, biegsame Elektroden (Sonden) in die vor bzw. Hauptkammer gelegt. Diese Elektroden werden mit dem Schrittmacher-Gehäuse, dass die Batterie und die Steuerungseinheit enthält, verbunden. Dann wird das Gerät getestet. Wenn die Funktion einwandfrei ist, wird das Gehäuse unter die Haut geschoben und dort fixiert, anschließend wird der Hautschnitt vernäht.

Die meisten Patienten können noch am gleichen Tag das Bett wieder verlassen, allerdings muss der Arm, auf dessen Seite der Schrittmacher operiert wurde geschont werden, damit es nicht zu Nachblutungen kommt. Vor der Entlassung erfolgt noch einmal eine ausführliche Schrittmacher-Testung und Programmierung. So wird sichergestellt, dass das Aggregat optimal an Ihre Bedürfnisse und körperliche Leistungsfähigkeit angepasst wird. Sie erhalten bei der Entlassung einen Schrittmacher-Ausweis, den sie immer mit sich führen sollten.

Was muss ich nach der Schrittmacher-OP beachten?

Wichtig für den Heilungsprozess ist, dass für etwa 2-3 Wochen nach der Operation keinen Zug auf die Schrittmacher-Sonden ausgeübt wird. Daher wird empfohlen, auf der Seite der Schrittmacher-Implantation den Arm möglichst nicht über die Brusthöhe empor zu heben. Die Wundheilung im Bereich der Implantation-Stelle dauert etwa 10-14 Tage. Bei einer normalen Wundheilung können die Fäden nach etwa zehn Tagen gezogen werden. Für diesen Zeitpunkt wird bereits während ihres stationären Aufenthaltes ein Termin für sie vereinbart. Bis zur vollständigen Wundheilung sollte der Wundbereich nicht nass werden, damit keine Keime eingeschleppt werden und die Wundheilung optimal verlaufen kann. Daher ist empfehlenswert, die Haut um die Wunde nur mit einem Waschlappen vorsichtig zu reinigen, der Wundverband sollte möglichst nicht nass werden.
Nach Abschluss der Wundheilung kann wieder normal gebadet oder geduscht werden. Treten Schmerzen, Rötungen oder Fieber auf, sollte dies sofort von einem Arzt untersucht werden. Eine Infektion der Herzschrittmacher-Tasche kann zu einer lebensbedrohlichen Infektion von Schrittmacher, Sonde und Herzklappen führen.

Was muss ich zur Schrittmacherkontrolle mitbringen?

Wenn Sie bereits Patient am Osypka Herzzentrum sind, haben wir ihre Schrittmacherdaten bereits gespeichert. Wir möchten Sie aber bitten, ihren Herzschrittmacher-oder Defibrillator-Ausweis immer zur Schrittmacher-Kontrolle mitzubringen. Im Herzschrittmacher-Ausweis werden die wichtigsten Einstellungen und ggf. Veränderungen auch durch andere behandelnde Ärzte festgehalten. Daher ist dieses wichtige Dokument möglichst immer mitzuführen, damit jede Änderung dokumentiert werden kann. Falls vorhanden, bringen Sie bitte aktuelle Laborwerte sowie eine Auflistung ihrer aktuellen Medikation mit.

Was muss ich beim Umgang mit elektrischen Geräten beachten?

Magnetische oder elektrische Felder können die Herzschrittmacherfunktion beeinflussen, den Schrittmacher stören oder sogar beschädigen. Daher sind gewisse Abstände zu elektrischen Geräten einzuhalten. Bei normalen Haus- und Küchengeräten genügt in der Regel ein Abstand von 15-30 cm. Bei Induktion-Herden kann Ihnen der Hersteller Auskunft geben, ob das Gerät grundsätzlich für Schrittmacher-Träger geeignet ist. Unbedenklich sind elektrische Zahnbürsten, Rasierapparat Lockensstäbe Föhn etc..

Vorsicht ist geboten bei elektrischen Werkzeugen. In der Freizeit sowie bei beruflicher Tätigkeit bei vielen Geräten mit Elektromotor ein Sicherheitsabstand von mindestens 30 cm eingehalten werden. Besondere Vorsicht ist bei Maschinen mit größeren Elektromotoren (große Kreissägen etc.) und vor allem in der Nähe von Industrieanlagen (Transformatoren, Hochspannungsbetriebsanlagen oder Ähnliches) geboten. Sollten Sie beruflich in einer solchen Umgebung tätig sein, kann zunächst eine Arbeitsplatzbegehung notwendig werden. Dies kann ihr behandelnder Kardiologe veranlassen. 

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