Skip to content Skip to navigation

Der normale Rhythmus und Vorhofflimmern

Bild des Benutzers PD Jilek

Was passiert im Herzen bei Vorhofflimmern?

Unser normaler RhSinuskonten Welleythmus heißt Sinusrhythmus. Sinus deshalb, weil der Sinusknoten im Vorhof Taktgeber ist und auf die Bedürfnisse des Körpers reagieren kann: Schlafen wir, dann sinkt die Herzfrequenz, der Sinusknoten schlägt langsamer. Stehen wir auf, machen wir Sport oder sind wir aufgeregt, pumpt das Herz schneller, reguliert durch den Sinusknoten.

 

Damit alle Zellen im Herzen die Information des Sinusknotens erhalten, sendet der Sinusknoten eine elektrische Welle durch das Herz. Diese Welle erfasst zuerst die Vorhöfe des Herzens und dann in einem zweiten Schritt die Herzkammern.

Die Vorhöfe haben die Aufgabe, die Herzkammern mit Blut zu füllen und pumpen früher als die Herzkammern. Der normale Sinusschlag wird also mit einer großen Welle im Herzen verteilt. Diese Welle reißt alle Zellen relativ gleichzeitig mit und sorgt dafür, dass sich alle Herzmuskelzellen im Vorhof geordnet zusammenziehen und der Vorhof effektiv das Blut in die Herzkammern pumpt.

Was passiert nun bei Vorhofflimmern?

Vorhofflimmern Welle

Die große Welle fehlt, der Sinusknoten hat keine Kontrolle mehr über die elektrischen Ströme. Anstatt der großen „Ozeanwelle“ finden sich viele kleine Wellen, die chaotisch im Vorhof umherirren. Die Herzmuskelzellen haben keinen geordneten Takt mehr, sondern ziehen sich völlig ungeordnet in kleinen Grüppchen zusammen. Der Vorhof pumpt nicht mehr, der Vorhof „zittert“, der Vorhof „flimmert“. Das Blut kann nicht mehr geordnet in die Herzkammern gepumpt werden.

Welche Auswirkungen das Fehlen der „großen Sinuswelle“ auf das Herz hat, erfahren Sie nächste Woche im Blog.

Und wenn Sie wollen: Schreiben Sie uns Ihre Ideen, Ihre Lieblingsseiten zum Thema Vorhofflimmern unter kardiologie@muellerklinik.de.

Ein schöne Woche wünscht

PD Dr. Clemens Jilek