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ASD-Verschluss: Vorhofseptumdefekt behandeln

Chefarzt-Sekretariat

Frau Monika Haberland
Mo-Fr. 8.00-17.00

089 72400 4343
089 72400 4391

Fax:
089 72400 4399
kardiologie@ikms.de

Peter Osypka Herzzentrum
Internistisches Klinikum
München Süd GmbH
Am Isarkanal 36
D-81379 München

 

Online-Termin

Wann sollte ein ASD verschlossen werden? 

Heute werden unbekannte größere Vorhofseptum-Defekte beim Erwachsenen nur noch seltener entdeckt. Meist sind bislang unbekannte ASD mittelgroß und müssen nicht zwingend verschlossen werden. Hier kommt es dann auf die genaue Aufarbeitung von Beschwerden, Komplikationen des ASD oder zusätzlichen Erkrankungen an. Generell gilt die Regel, dass ein ASD mit einem Shunt-Volumen von mehr als 40% verschlossen werden sollte. Kleinere Shunts müssen, besonders wenn das Lebensalter bereits über 25 Jahren liegt, genaustens abgeklärt werden. Wichtig: Ist der Lungendruck oder der Lungengefäßwiderstand bereits deutlich angestiegen, kann ein Verschluss sogar kontraproduktiv sein. 

Welche Voruntersuchungen erfolgen am Osypka Herzzentrum? Welche Untersuchungsergebnisse benötigen wir?

Bei der ersten Vorstellung in unserer Ambulanz sichten wir die bereits vorliegen Untersuchungsergebnisse. Bitte bringen Sie alle Ihnen zur Verfügung stehenden Unterlagen, Arztbriefe und ggf. CD/DVD von Ultraschall, MRT oder Katheteruntersuchungen mit. Falls noch nicht vorhanden, führen wir eine echokardiographische Diagnostik, ggf. auch unter Belastungsbedingungen durch. Vor einem Eingriff erfolgt  am OHZ eine 3D TEE Diagnostik, um den Defekt genau zu charakterisieren. Vor einem Verschluss wird in der Regel noch eine Rechtsherz-Katheter Untersuchung durchgeführt, um das genaue Shunt-Volumen und Druck bzw. Widerstand in der Lungenstrombahn zu vermessen. Diese Untersuchungen können auch noch am Tag des geplanten Eingriffs durchgeführt werden, so dass kein erneuter Aufenthalt nötig ist. Wenn ein Verschluss indiziert ist und interventionell verschliessbar ist, kann im Anschluss an den Rechtsherzkatheter der Verschluss durchgeführt werden. 

Wie wird ein ASD-Verschluss am Osypka Herzzentrum durchgeführt? 

Am OHZ führen wir den Eingriff mit Echtzeit 3D-TEE durch. So können wir jederzeit genaustens kontrollieren, wie sich der Schirm entfaltet und ob die Lage regelrecht ist. Mittels Fusions-Bildgebung kann das Echo-Bild auf die Katheter-Anlage übertragen und dem Durchleuchtungs-Bild überlagert werden. Das schafft optimale Bedingungen für den Verschluss. Bei unkomplizierten ASD kann der Eingriff im leichten Dämmerschlaf durchgeführt werden. Bei komplexen Morphologien, mehreren Defekten oder sehr schwer passierbar erscheinenenden Defekten führen wir den Verschluss in einer kurzen Narkose durch. 

Welche Nachsorge-Untersuchungen sind nach einer Occluder-Implantation notwendig? Was muss ich beachten?

Noch während des stationären Aufenthaltes wird vor der Entlassung noch eine Lagekontrolle des Verschluss-Systems durchgeführt. Dies erfolgt in der Regel mit einer TEE-Untersuchung. So kann dokumentiert werden, dass der Occluder korrekt sitzt und den Defekt verschliesst. In seltenen Fällen können sich auf dem Occluder Blutgerinnsel bilden, die mit dem TEE erkannt werden können. Medikamentös können solche Gerinnsel in der Regel gut aufgelöst werden. Für 3-6 Monate wird zur Vermeidung der Gerinnsel-Bildung dann eine Behandlung mit Aspirin und Clopidogrel (Thrombozythenaggregations-Hemmer/duale Plättchenhemmung) durchgeführt. Im Intervall nach 3-6 Monaten erfolgt dann die Abschluss-Kontrolle. Meist ist dann keine Duale-Plättchenhemmung mehr notwendig. 

Wer führt am Osypka Herzzentrum Occluder-Behandlungen durch? 

Die beiden leitenden Ärzte, Prof. Dr. Th. Lewalter und K. Tiemann implantieren als Team bereits seit über 10 Jahren Occluder-Systeme. Durch die optimalen Möglichkeiten der modernen Bildgebung mit 3D-TEE und Bildfusion kann das erfahrene Team die Eingriffe häufig ohne Narkose im Dämmerschlaf durchführen. In unserer Herzfehler-Sprechstunde beraten wir Sie ausführlich und Sie haben die Gelegenheit, das Team schon vor dem Eingriff kennen zu lernen. In enger Kooperation mit Ihrem Haus- oder Facharzt bereiten wir den Eingriff vor und organisieren die Nachsorge.

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