Skip to content Skip to navigation

was ist vorhofflimmern

Was ist Vorhofflimmern?

Gerät das Herz aus dem normalen Sinus-Takt schlagen die Vor- und Hauptkammern nicht mehr koordiniert hintereinander. Die ungerichteten Pumpbewegungen der Vorkammern nennt man "Flimmern".

Die Vorkammern des Herzens sammeln das rückströmende Blut aus dem Körper bzw. Lungenkreislauf. Durch rhythmisches Zusammenziehen der Herzmuskelzellen pumpen die Vorhöfe das Blut in die Hauptkammern. Der Takt-Impuls wird vom sogenannten Sinusknoten vorgegeben. Vorkammern und Hauptkammern schlagen koordiniert nacheinander. So ist ein gerichteter Blutfluss möglich. Die Vorkammern tragen etwa zu 20-30% zur Gesamtleistung des Herzens bei.

Bei verschiedenen Erkrankungen kommt es zu Störungen in der Vorhofkontraktion. Durch "Störsignale, die meist aus den Eingängen der Lungenvenen stammen, gerät die koordinierte Kontraktion aus dem Takt: die Muskelzellen ziehen sich vollkommen unkoordiniert zusammen. Dadurch entsteht ein chaotisches Bewegungsmuster, der Vorhof "flimmert".


Vorkammern und Hauptkammern geraten dadurch aus dem Takt. Dies zeigt sich durch einen unregelmässigen Puls, bei vielen Patienten aber auch durch ein Schwächegefühl und eingeschränkte Herzleistung. Denn: dem Herzen fehlt die Leistung der Vorkammern.Der Puls wird unregelmässig: Anders als beim regelmässigen Sinusrhythmus werden die chaotischen Vorhofaktionen unregelmässig auf die Hauptkammern übergeleitet. Dadurch entsteht ein unregelmässiger, oft schneller Herzschlag (Tachykardie) oft aber auch ein sehr langsamer Rhythmus (Bradykardie). Beides kann auch nebeneinander auftreten. Das wird dann auch als Brady-Tachy Syndrom bezeichnet.