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Sinusknoten

Der Sinusknoten

Der normale regelmässige Puls geht von unserem natürlichen Schrittmacher aus, dem Sinusknoten (SN). Der SN besteht aus spezialisierten Herzmuskelzellen. Er liegt an der Einmündung der oberen Hohlvene in den rechten Vorhof (s. Abbildung). Der SN ist der Taktgeber des Herzens. Um die Herzfrequenz an den Bedarf anzupassen, wird die Aktivität von Nervenfasern des sympathischen und parasympathischen Nervensystems angepasst.In der Nacht sinkt die Frequenz ab (parasympatisch) und bei körperlicher Aktivität oder z.B. einer Schreckreaktion steigt die Frequenz an (sympathisch). So kann die Herzfrequenz und damit die Pumpleistung an den Bedarf angepasst werden.

Störungen des Sinusknotens beeinträchtigen den regelmässigen Herzrhythmus. Fällt die Sinusknotenfunktion aus spricht man vom SA-Block oder Sinus-Arrest. Der Sinusknoten ist aber nicht der alleinige "Schrittmacher" im Herzen. Fällt er aus, können tiefer gelegene Zentren die Funktion übernehmen. Auch der AV-Knoten oder bestimmte Zentren im Herzmuskel können einen Rhythmus erzeugen (AV-Ersatzrhytmus oder Kammerersatz-Rhythmus). Die Herzfrequenz ist jedoch langsamer und die natürlichen Anpassungsmechanismen fehlen. Daher muss meist beim Ausfall des Sinusknotens ein Herzschrittmacher implantiert werden. Erkrankungen des Sinusknotens werden auch unter dem Begriff Sick Sinus Syndrom zusammengefasst. ►Info