Skip to content Skip to navigation

Schrittmacher bei Vorhofflimmern: Erklärungen

Herzschrittmacher bei Vorhofflimmern

Kann der normale Sinusrhythmus nicht erhalten werden, können Medikamente tachykarde Phasen verhindern. Zur Verhinderung eines zu langsamen Herzschlages unter der Medikation kann ein Schrittmacher notwendig sein (Brady-Tachy Syndrom).

Beim Vorhofflimmern können Phasen mit sehr schnellem Herzrhythmus (Tachykardie) auftreten. Diese Phasen mit schnellem Herzschlag belasten das Herz und müssen behandelt werden. Häufig kommt es aber auch zu Phasen mit sehr langsamem Herzschlag (Bradykardie). Treten Bradykardie und Tachykardie häufig auf, spricht man auch vom Bradykardie-Tachykardie-Syndrom. Um die Phasen mit sehr schnellem Herzschlag wirkungsvoll zu verhindern, sind häufig Medikamente notwendig. Damit es aber unter dieser Medikation nicht zu gefährlichen Bradykardien kommen kann (Schwindel/Ohnmacht), kann die Versorgung mit einem Herzschrittmacher notwendig werden.

Primäres Ziel jeder Behandlung von Vorhofflimmern sollte der Rhythmuserhalt (Sinusrhythmus) sein. Ist dies nicht möglich, greift das Konzept der Frequenz-Regulation. Wenn die tachykarden Phasen sich auch unter Medikation nicht verhindern lassen oder die Nebenwirkungen der Medikamente diese Behandlung-Option verhindern, greift ein weiteres Konzept: die AV-Knoten-Modulation/Ablation. Mittels Radiofrequenz-Ablation kann die Leitfähigkeit des AV-Knotens so verändert werden, dass es nicht mehr zur Überleitung von schnellen Herzfrequenzen auf die Kammer kommt. Meist ist auch hier die Versorgung mit einem Herzschrittmacher notwendig.

➥ s. auch Rhythmus-Ambulanz

➥ s. auch Schrittmacher/Defi/CRT-Ambulanz

➥ s. auch Schrittmacher-OP

Seite empfehlen: