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NOAK: Gerinnungshemmer bei Vorhofflimmern

Neue Gerinnungshemmer bei Vorhofflimmern (NOAK)

Die "Blutverdünnende Therapie" (orale Antikoagulation) mit sog. Vitamin-K Antagonisten (z.B. Marcumar) wird heute durch eine neue Medikamentengruppe ergänzt - die NOAKs. Vor- und Nachteile, aktuelle Empfehlungen und Erfahrungen mit den neuen Medikamenten fassen wir für Sie zusammen.

Das Gerinnungssystem des Körpers ist komplex. Ein wichtiger Weg, die Gerinnungsaktivität zu hemmen geht über die Gerinnungsfaktoren, die vom Vorhandensein von Vitamin-K abhängen. Marcumar und verwandte Substanzen reduzieren die Bildung von Vitamin-K abhängignen Gerinnungsfaktoren. Die Einleitung einer Behandlung dauert meist mehrere Tage und ist nur schlecht vorhersehbar. Die Ernährung (Vit.-K haltige Speisen), Durchfallerkrankungen und andere Faktoren, die Aufnahme und Stoffwechsel von Vit.-K beeinflussen, beeinflussen die Wirkung. Daher müssen die Gerinnungswerte bei der Marcumar-Therapie regelmässig kontrolliert werden. Vor Operationen muss die Medikation rechtzeitig beendet werden, ggf. ist eine Zwischenbehandlung (bridging) mit Heparin notwendig.

Die neuen Gerinnungshemmer (NOAK) versprechen hier für den Patienten eine deutliche Erleichterung. Der Therapieeffekt der NOAKS setzt schnell ein und muss nicht ständig kontrolliert werden Ein klarer Vorteil in klinischen Studien: bei gleicher Wirksamkeit weniger Blutungen. Derzeit bestehen aber noch Einschränkungen in der breiten Behandlung, da die Krankenkassen die Medikation oft nicht übernehmen. Gern beraten wir Sie auch beim Thema optimaler Gerinnungshemmer.