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Kammerflimmern

Kammerflimmern: ungeordnete Erregungen im Herzmuskel führen zu einer pulslosen Herzrhyhtmusstörung

Bei Kammerflimmern kann sich der Herzmuskel nicht mehr rhythmisch kontrahieren und so Blut durch den Körper pumpen. Unbehandelt (Defibrillation) führt das Flimmern zum Herztod. 

Das Kammerflimmern gehört zu den gefährlichsten Herzrhythmusstörungen, die unbehandelt aufgrund der fehlenden Pumpleistung unmittelbar zum Tod führen. Das EKG zeigt die Flimmerwellen mit Frequenzen von 300-600/min an (s. Abbildung links). Der Mechanismus ist hierbei ähnlich wie bei anderen kreisenden Erregungen: Durch Störungen der Erregungsleitung oder Rückbildung können Erregungen im Herzmuskel auf erregbares Gewebe treffen. Dies ist normalerweise nicht der Fall, da sich die Erregung schnell in den Herzkammern ausbreitet und der Herzmuskel anschliessend für eine gewisse Zeit nicht erregbar ist (Refraktärzeit). 

Durchblutungsstörungen bei Ischämie (KHK) oder einem akuten Herzinfarkt können solche Leitungsstörungen bewirken. Auch Repolarisationsstörungen, wie sie z.B. beim Brudada-Syndrom auftreten, können zu Kammerflimmern führen. Nur die schnelle Defibrillation kann Leben retten. Automatische Defibrillatoren sind deshalb an vielen öffentlichen Orten installiert. Implantierbare Defibrillatoren können für Risiko-Patienten lebensrettend sein. 

➥ s. implantierbare Defibrillatoren

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