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Hypertrophe Obstruktive Kardiomyopathie

Hypertrophe Obstruktive Cardiomyopathie (HOCM) - angeborene Strukturerkrankung meist der linken Herzkammer 

HOCM: Rhythmusstörungen, Schwindel, Luftnot und Synkopen. In Deutschland die häufigste Ursache für den plötzlichen Herztod bei jungen Sportlern. Diagnose: Herzultraschall!

Hypertrophe Kardiomyopathie HOCMDie Medien berichten immer wieder von jungen Sportlern, die beim Sport einen plötzlichen Herztod erleiden. Meist ist keine Herzerkrankung bekannt. Eine Ursache ist häufig eine krankhafte Verdickung des Hermuskels die hypertrophe Kardiomyopathie. Die HOCM wird nicht geschlechtlich vererbt. Durch die Mutation eines oder mehrerer Gene kommt es zur Verdickung einzelner Teile des Herzmuskels -[qtiop:z.B. ASH|Asymmetrische Septum Hypertrophie]- oder des ganzen Herzens. Erreicht der Herzmuskel hier eine bestimmte Dicke, können der Einstrom des Blutes in das Herz in der DiastoleFüllphase des Herzens, es kommt zur diastolische Funktionsstörung aber auch der Auswurf des Blutes in der SystoleAuswurfphase des Herzzyklusses kann - meist durch einen Muskelwulst - behindert werden. Symptome sind meist: 

  • Luftnot bei Belastung, Brustschmerz
  • Herzrhythmusstörungen bis hin zum Kammerflimmern
  • Schwindel und Synkopen

Häufig bleibt die Verdickung lange unerkannt, viele Betroffene haben lange keine Symptome. Der verdickte Herzmuskel kann aber gerade bei Belastungen nicht mehr adäquat mit Blut versorgt werden. Daher können bei sportlichen Belastungen gefährliche Rhythmusstörungen auftreten. Ein prominentes Beispiel für einen Leistungssportler, der während eines Fußballspiels zusammenbrach ist Gerald Asamoah. Asamoah hat aufgrund erst nach diesem Ereignis bekannt gewordenen Herzerkrankung eine StiftungGerald Asamoah Stiftung gegründet und setzt sich für die vorsorgene Diagnostik bei Leistungssportlern ein. 

Diagnostik bei HOCM

Bei Verdacht auf eine HOCM kann eine Herzultraschall-Untersuchung (Echokardiographie) schnell Klarheit schaffen. So lassen sich die Verdickung des Herzmuskels, der Einstrom des Blutes in das linke Herz (diastolische Funktion) vor allem aber auch Strömungshindernisse (Muskelwulst) schnell und sicher diagnostizieren. Auch wenn unter Ruhe-Bedingungen kein Strömungshindernis besteht, kann unter Belastungen der dann stärker verdickte Herzmuskel den Ausstrom des Blutes behindern (dynamische Ausflusstrakt-Obstruktion). 
Dies lässt sich einfach mit Hilfe der Doppler-Sonografie feststellen. Zunächst wird in Ruhe gemessen, dann nach Durchführung eines Provokation-Manövers (Pressen in den Bauchraum), gleiches kann dann auch noch nach Gabe eines gefäßerweiternden Medikamentes (Nitro-Spray) erfolgen. Die Echokardiographie sichert die Diagnose, eine Herzkatheter-Untersuchung ist für die Diagnose heute nicht mehr erforderlich. Wird eine HOCM-diagnostiziert, kann aber eine MRT-Untersuchung sinnvoll sein: lassen sich mittels Gadolinium-Kontrast sogenannte late-enhancement Signale (LE) nachweisen, besteht ein besonderes Risiko-Profil für den plötzlichen Herztod.

➥ s. auch Ablations-Behandlung bei HOCM (TASH)

Doppler-Messung bei HOCM Hypertrophe Obstruktive Kardiomyopathie
Links: Querschnitt des Herzens. Der Muskel ist so stark verdickt, dass kaum noch eine Herzkammer besteht. Mitte: auch im Ausflusstrakt ist kaum Platz: Blut muss vorbei an einem Muskelwulst. Rechts: Doppler-Messungen zeigen nach Gabe von Nitro-Spray die erhebliche Flussbeschleunigung im Ausflusstrakt an. Das ist ein sicherer Hinweis für eine HOCM.

 

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