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Herzinfarkt-Risiko: Moderne Diagnostik

Gibt es Risikofaktoren für einen Herzinfarkt?

Kann man einem Herzinfarkt vorbeugen? Können Risikofaktoren beeinflusst werden? 

Video: Wie entsteht ein Herzinfarkt? Was tun? Wie vorsorgen? Info am Osypka Herzzentrum München

Nicht  jeder Mensch hat das gleiche Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden. Das individuelle Risiko setzt sich aus den angeborenen und den erworbenen Risikofaktoren zusammen. Man kann auch beeinflussbare und nicht-beeinflussbare Risiken unterscheiden. Finden sich in der engeren Verwandtschaft Herzinfarkte im jüngeren Lebensalter, besteht eine sog. familäres Risiko (positive Familienanamnese). Mittlerweile konnten Genregionen im Erbgut gefunden werden, die einen Infarkt wahrscheinlicher machen. Besteht ein solches familiäres Risiko, ist es wichtig, weitere Risiken, die sich ggf. beeinflussen oder behandeln lassen zu identifizieren. 

Neben dem Bluthochdruck sind vor allem die Blutfette (Cholesterin, Lipoprotein (a)) wichtige Risikomarker. Ist beispielsweise neben dem Cholesterin (LDL) das Lipoprotein (a) deutlich erhöht, besteht ein erhöhtes Infarkt Risiko. Männliche Personen mit Lipoprotein (a) Erhöhung weisen ein 35%-iges Risiko auf, in 10 Jahren einen Infarkt zu erleiden. Kommen weitere Risiken hinzu, steigt das Infarkt Risiko, der Progress einer Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) ist zudem deutlich schneller als bei Vergleichspersonen. Daher sollte bei Patienten mit einem besonderen Risikoprofil immer einmal eine Bestimmung von Lipoprotein (a) und ein Cholesterinprofil erstellt werden. Weitere Risikofaktoren sind:

  • Übergewicht
  • Diabetes
  • Bewegungsmangel
  • Nikotin-Konsum

Weiterhin haben "Stress" und die Ernährung eine besondere Bedeutung. Für die Bestimmung des individuellen Risikos erfolgt neben der sorgfältigen Erhebung der Anamnese und familiären Risikoprofile die Labordiagnostik und differenzierte technische Untersuchung. Können bereits Frühformen oder fortgeschrittene Stadien der Arteriosklerose nachgewiesen werden, können Möglichkeiten der Lebensstilmodifikation oder auch eine unterstützende medikamentöse Behandlung indiziert sein. Ziel der Vorsorge und Früherkennung ist die individuelle Risikoeinschätzung und Diagnose von Frühformen der Arteriosklerose, um möglichst Erkrankungen zu verhindern oder im Verlauf wesentlich zu verlangsamen. 

Hierzu stehen uns heute hochentwickelte technische Möglichkeiten zur schonenden Diagnostik und sehr differenzierte ganzheitliche Behandlungsstrategien zur Verfügung. 

 

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