Skip to content Skip to navigation

Herzfehler Transposition Grosse Gefässe

Transposition der großen Arterien (TGA)

Hierzu gehört eine Gruppen von angeborenen Herzfehlern mit Beteiligung der großen Blutgefäße. Hierbei können die Aorta und Pulmonal-Arterie jeweils aus der falschen Herzkammer abgehen (R-TGA) oder große Gefäße und Kammern vertauscht sein (L-TGA).

Bei der sog. dextro-Transposition sind der Abgang der Aorta und der Pulmonal-Arterie vertauscht. Dieser Herzfehler wird heute schon im Mutterleib erkannt und erfordert unmittelbar nach der Geburt einen Eingriff. Bei der L-TGA sind die großen Gefäße und die Herzkammern umgekehrt angelegt. In der Erwachsenen-Kardiologie werden meist Patienten mit korrigierter R-TGA oder L-TGA behandelt. Die korrigierten Formen zeigen -abhängig von der Operationstechnik und dem Zeitpunkt der Korrektur- einen unterschiedlichen Verlauf. Patienten mit korrigierter TGA sollten daher in enger kardiologischer Betreuung bleiben.

Was ist eine L-TGA?

Bei der L-TGA handelt es sich um eine angeborene "Korrektur" (kongenitale Die  L-TGA ist häufig lange symptomlos. Da bei diesem Herzfehler der anatomisch rechte Ventrikel die Arbeit der linken Herzkammer verrichten muss, können im Erwachsenenalter Zeichen der Herzschwäche auftreten. Das liegt daran, dass der Herzmuskel der rechten Kammer anders aufgebaut ist und dauerhaft nicht dem hohen Druck im Körperkreislauf standhält. Ein zusätzliches Problem können auch die Herzklappen zwischen Vorhof und Kammer sein. Bei der L-TGA können diese undicht werden und Symptome wie Luftnot und eingeschränkte Belastbarkeit verstärken. Ist die L-TGA mit anderen Herzfehlern kombiniert (z.B. ASD oder VSD) werden diese Patienten deutlich früher symptomatisch. 

Wie wird eine Transposition der großen Gefäße diagnostiziert?

Die L-TGA kann meist sehr gut mittels Echokardiographie diagnostiziert und im Verlauf beurteilt werden. Die charakteristische "Flinten"-Stellung der beiden großen Gefäße lässt sich gut in der transthorakalen Echokardiographie (TTE) darstellen. Auch die Form der funktionell linken Herzkammer lässt sich meist gut von aussen erkennen. Ist bereits eine Herschwäche mit eingeschränkter Pumpleistung eingetreten, kann die Diagnose schwieriger werden. Ggf. kann die Durchführung einer TEE (Schluckecho) oder MRT-Untersuchung zielführend sein. 

Seite empfehlen: